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Biathlon-WM : Deutsche Männer erleben Debakel

  • Aktualisiert am

Björndalen holte in Antholz den achten WM-Titel seiner Karriere Bild: AP

Beim achten WM-Titel des Ausnahmeathleten Ole Einar Björndalen blieben die deutschen Skijäger nur Randfiguren. Das deutsche Team erlebte im Sprintrennen in Antholz ein Debakel. Die DSV-Hoffnungsträger reihten sich auf den Plätzen 17 bis 19 ein.

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          Für Deutschlands erfolgsverwöhnten Biathleten hat die WM in Antholz mit einem Debakel begonnen. Mit dem Oberhofer Alexander Wolf auf Platz 15 als bestem Ergebnis im 10-Kilometer-Rennen lieferten die mitfavorisierten Olympiasieger ihr schlechtestes Sprintresultat der WM-Geschichte ab. Beim achten WM-Triumph des Norwegers Ole Einar Björndalen landete Dreifach-Olympiasieger Michael Greis (Nesselwang) nach drei Schießfehlern nur auf Rang 19, und Sprint-Olympiasieger Sven Fischer (Oberhof) kam gar nur auf Platz 43 ins Ziel.

          Außenseiter Michal Slesingr (Tschechien) gewann an seinem 24. Geburtstag Silber vor dem ebenfalls überraschend starken Ukrainer Andrej Derizemlja. „Unser Schießen war ein Wort mit X: nix“, kommentierte
          Bundestrainer Frank Ullrich das unerwartete Fiasko seiner Truppe vor etwa 10.000 Zuschauern im sonnendurchfluteten Antholzer Hochtal.

          „Das kann nur besser werden“

          „Wenn man bei einer WM mit fünf Leuten startet, dann sollte einer mit null Fehlern beim Schießen durchkommen. Andere haben uns vorgemacht, wie das geht. Jetzt sind wir gleich zum Anfang in Zugzwang geraten“, sagte Ullrich.

          Musste mit ansehen, wie die deutschen Skijäger am Schießstand versagten: Bundestrainer Ullrich

          Greis, Wolf, Fischer und auch der auf Platz 18 eingekommene Michael Rösch (Altenberg) mussten nach Fehlschüssen jeweils drei Strafrunden drehen, der trotz Rang 17 auch enttäuschende Schlechinger Andreas Birnbacher zwei. „Das kann nur noch besser werden“, fand der von seiner eigenen Leistung „mächtig enttäuschte“ Birnbacher.

          Björndalen holt achten WM-Titel seiner Karriere

          Vor Antholz war nur 1996 in Ruhpolding kein deutscher Skijäger bei einem WM-Sprint unter die Top Ten gelaufen. Damals belegte der diesmal nicht eingesetzte Ricco Groß allerdings wenigstens noch Platz zwölf. „Ich habe versucht, ruhig zu schließen und kein überhöhtes Risiko einzugehen. Aber puff-puff-puff, weg waren sie“, berichtete der mit Goldhoffnungen angetretene Michael Greis über den Rennverlauf. Seine schwache Leistung wollte der Gold-Held von Turin 2006 beim Auslaufen „innerhalb von fünf Minuten abhaken. Morgen greife ich wieder an“.

          Björndalen verteidigte seinen WM-Titel trotz einer Strafrunde nach 26:18,8 Minuten erfolgreich. Für den Norweger war es bereits der achte WM-Titel seiner Laufbahn. In das Jagdrennen am Sonntag über 12,5 Kilometer (11.15 Uhr) startet Michael Greis mit 1:19 Minuten Rückstand auf Björndalen und damit ebenso wie seine Teamkollegen mit nur noch mit minimalen Medaillenchancen.

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