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Biathlon-Weltcup : Guter Abschluss fürs deutsche Team

  • Aktualisiert am

Roman Rees in Aktion bei der Mixed-Einzelstaffel. Bild: dpa

Am letzten Tag des Weltcups in Soldier Hollow bestätigen die deutschen Biathleten abermals ihre ansteigende Form – passend zur kurz bevorstehenden WM in Schweden.

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          Nach dem tollen Finale in den Vereinigten Staaten kann aus deutscher Sicht die Biathlon-WM kommen. Für den erfolgreichen Schlusspunkt beim Weltcup in Soldier Hollow sorgten Erik Lesser, Benedikt Doll, Franziska Hildebrand und Vanessa Hinz am Sonntag als Zweite in der Mixed-Staffel hinter Olympiasieger Frankreich. „Wir können beruhigt nach Hause fahren“, sagte der Sportliche Leiter Björn Weisheit im ZDF nach den tollen Leistungen.

          Denn die Formkurve der deutschen Skijäger zeigt drei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt im schwedischen Östersund nach oben. Bei der WM-Generalprobe gelang Denise Herrmann und Franziska Hildebrand in der Verfolgung der erste Doppelerfolg seit mehr als zwei Jahren. Zudem gab es zwei dritte Plätze im Sprint durch Hildebrand und Roman Rees, der am Sonntag zusammen mit Franziska Preuß in der Single-Mixed-Staffel das Podest als Vierter nur knapp verpasste.

          Dabei war in Amerika war noch nicht mal das stärkste deutsche Team am Start, denn Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier fehlte ebenso wie der erkrankte Olympiasieger Arnd Peiffer und der Olympia-Zweite Simon Schempp.

          Erfolg zum richtigen Zeitpunkt

          Vor allen für Hildebrand und Herrmann kommt der Erfolg mit Blick auf die WM in Schweden (7. bis 17. März) genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn beide haben eine durchwachsene Saison hinter sich. „Wir haben es gerockt“, sagte Herrmann nach ihrem dritten Weltcupsieg.

          Die frühere Langläuferin tat sich nach ihrem überzeugenden Einstand in der Saison 2017/18, als sie zum Auftakt gleich zwei Rennen gewann, bisher schwer. Beim Schießen passierten der Oberwiesenthalerin zu viele Fehler, die sie auch mit ihrer Laufstärke nicht kompensieren konnte. Deshalb lief sie bis zu ihrem Erfolg nur zweimal in die Top Ten, musste sogar die Plätze 45, 60 und 62 hinnehmen. „Danke an alle, die an mich geglaubt haben“, sagte Herrmann.

          Nun reist sie mit einem guten Gefühl nach Östersund, wo sie im Dezember 2017 ihre ersten zwei Siege feierte. „Ich habe gute Erinnerungen, und die Strecken liegen mir. Ich schaue optimistisch nach vorn“, sagte Herrmann, die immer auf das Podium laufen kann, wenn sie beim Schießen fehlerfrei bleibt.

          Bei Hildebrand lief es bis zu den Tagen von Soldier Hollow auch nicht viel besser als bei Herrmann. Die 31 Jahre alte Athletin musste fast ein Jahr auf einen Podestplatz warten. „Ich bin glücklich, dass ich wieder zu meinem guten Schießen gefunden habe. Ich hoffe, dass ich die Form mit zur WM nehmen kann“, sagte Hildebrand.

          Vorbereitung auf WM

          Sie wird wie der Rest des Teams nach der Heimreise ein paar Tage durchschnaufen, ehe dann die finale Vorbereitung ansteht. „Danach werden wir hoffentlich bei der WM in guter Form sein“, sagte Bundestrainer Mark Kirchner. In seinem Team schafften es in der Verfolgung zwar nur Erik Lesser (5.) und Benedikt Doll (9.) in die Top Ten. Aber die Zuversicht ist da. „Ich habe ein gutes Bauchgefühl für die WM“, sagte Sprint-Champion Doll.

          Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier ließ wegen ihrer gesundheitlichen Probleme in der Vorbereitung und dem verspäteten Saisoneinstieg die WM-Generalprobe aus. Sie trainierte bei Heimcoach Bernhard Kröll. „Bis zum WM-Start wird sie soweit sein, dass sie eine Medaillen-Kandidatin ist“, sagte Kröll, der schon Magdalena Neuner zur Rekord-Weltmeisterin und Olympiasiegerin formte, der Deutschen Presse-Agentur. Sorgen macht einzig Simon Schempp. Ob der 30 Jahre alte Massenstart-Weltmeister in Schweden dabei ist, scheint offen.

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