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Biathlon in Antholz : Drei „Fahrkarten“ für Gössner

  • Aktualisiert am

Beim Laufen klappt es ganz wunderbar bei Miriam Gössner, beim Schießen nicht so. Bild: AFP

Die deutschen Frauen leisten sich beim Biathlon-Sprint in Antholz zu viele Schießfehler, um ganz vorne zu landen. Mut macht allerdings die Leistung von Miriam Gössner.

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          Ob es die Höhe war? Das Biathlonzentrum von Antholz liegt immerhin auf 1600 Metern und damit kommt nicht jeder zurecht. Jedenfalls haben die deutschen Biathletinnen am Donnerstag, als in dem Südtiroler Hochtal der Sprint auf dem Programm stand, das bislang schwächste Resultat dieses Weltcup-Winters über die 7,5 Kilometer geliefert. Weil sie sich – ganz ungewohnt – zu viele Fehler leisteten.

          Immerhin hatte Miriam Gössner, die nach drei „Fahrkarten“ als Zehnte beste deutsche Skijägerin war, die schnellste Laufzeit. 40,1 Sekunden war die 25-Jährige langsamer als die siegreiche Russin Olga Podtschufarowa, die sich keinen Schießfehler leistete. „Liegend der Zweier muss nicht sein, stehend einer – das ist absolut okay, das ist im Rahmen von dem, was ich kann“, sagte sie.

          Franziska Hildebrand, die als Sprint-Siegerin von Hochfilzen und Ruhpolding das Rote Trikot der Disziplinbesten trug, schaffte es vor 11.000 Zuschauern nur auf Platz 19, verteidigte aber ihrer Führung im Sprint-Weltcup. „Zwei Fehler am Schießstand sind einfach zu viel“, sagte sie. Zuvor hatten die deutschen Damen auf der kürzesten Distanz nur beim Weltcup-Auftakt Anfang Dezember im schwedischen Universitätsstädtchen Östersund einen Podestplatz verpasst.

          In Antholz landete Karolin Horchler, die war am Schießstand mit einem Fehler die zielsicherste der vier deutschen Skijägerinnen war, auf Rang 50. Damit sind ihre Aussichten für die Verfolgung gleich Null. Vanessa Hinz ist am Samstag erst gar nicht dabei. „Ich war nicht überzeugt von mir, da passieren schnell auch mal fünf Fehler. Ich bin total verunsichert“, sagte sie. „Da kann man nichts schön reden“, lautete das Fazit von Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig.

          Allerdings fehlten ihm in Antholz gleich drei Biathletinnen, die zur ersten Garnitur zählen: Laura Dahlmeier, die schon vier Saisonsiege hat, und Maren Hammerschmidt mussten wegen eines Infektes passen, Franziska Preuß wegen eines Haarrisses im Steißbein. So wie es aussieht, werden alle drei auch in der Staffel am Sonntag nicht dabei sein.

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