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Biathlon-Weltcup in Ruhpolding : Vierter Sieg für deutsche Frauenstaffel

  • Aktualisiert am

Gewohntes Bild: Kati im Ziel mit Fahne Bild: dpa

Die deutschen Biathletinnen haben auch das vierte Staffelrennen der Saison gewonnen. Mutter des Erfolgs in Ruhpolding war Schlussläuferin Kati Wilhelm, die nach einer furiosen Aufholjagd die Konkurrenz aus Norwegen und Russland auf die nächsten Plätze verwies.

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          Mit einer fulminanten Schlussrunde hat Kati Wilhelm die deutschen Biathletinnen am Mittwoch beim Weltcup in Ruhpolding zum vierten Staffelsieg in diesem Winter geführt. Eine Woche nach dem Erfolg in Oberhof lief die überragende Wilhelm nach toller Aufholjagd mit Tagesbestzeit auf den letzten Metern mit der deutschen Fahne ins Ziel und sorgte für helle Begeisterung unter den 14.500 Zuschauern.

          Kathrin Hitzer (Gosheim), Magdalena Neuner (Wallgau), Sabrina Buchholz (Oberhof) und Wilhelm (Zella-Mehlis) siegten in dem Rennen über 4 x 6 Kilometer trotz dreier Strafrunden und zehn Nachladern in 1:17:56,0 Stunden vor den bis zum letzten Schießen führenden Norwegerinnen (24,3 Sekunden zurück) und Russland (1:15,9 Minuten). Bundestrainer Uwe Müssiggang erlebte ein Wechselbad der Gefühle. „So eine turbulente Staffel und einen Sieg mit drei Strafrunden bei so guten Bedingungen habe ich selten gesehen“, meinte der Trainer- Routinier. „Da sieht man, unter welcher Spannung die Athletinnen in der Staffel stehen. Da passieren Fehler, die ihnen in Einzelrennen nicht unterlaufen“, erklärte er die schlechten Schießergebnisse bei nahezu „Laborbedingungen“.

          Kati Wilhelms Sturmlauf

          Mutter des Erfolgs der deutschen Damen, die seit ihrem WM-Erfolg vor fast einem Jahr ungeschlagen sind, war bei der WM-Generalprobe im Chiemgau Kati Wilhelm mit einem Sturmlauf auf der letzten Schleife. „Im Liegendschießen habe ich etwas probiert und riskiert. Das war ja die letzte Chance vor der WM. Stehend habe ich dann die Sicherheitsvariante gewählt, weil ich gesehen habe, dass die Norwegerin Ann Kristin Flatland nachladen musste. Die Aufholjagd auf meinen Trainingsstrecken hat heute richtig Spaß gemacht. Das war sehr nahe an einem perfekten Rennen“, schilderte Wilhelm ihre Eindrücke.

          Die Anführerin des deutschen Kleeblatts: Kati Wilhelm
          Die Anführerin des deutschen Kleeblatts: Kati Wilhelm : Bild: REUTERS

          Die übermotiviert wirkende Hitzer griff mit „Streufeuer“ gleich im Liegendanschlag mit vier Fehlschüssen einschließlich der Reservepatronen und 150 Extrametern daneben. Sie wechselte als Fünfte mit 39,5 Sekunden Rückstand. „Ich kann mir die Fehler nicht erklären. Nur ein Windhauch, das war wohl trügerisch“, sagte die 21-Jährige von der Schwäbischen Alb.

          „Das Rennen hat mir richtig Spaß gemacht“

          Magdalena Neuner stürmte nach dem Liegendanschlag an die Spitze, überzog dabei etwas, ließ dann stehend zwei Scheiben stehen und war wie zuvor Hitzer ratlos. „Ich weiß nicht, woran es lag. Das ärgert mich brutal, doch das muss ich nun möglichst schnell abhaken“, bemerkte die in Oberhof noch strahlende Siegerin, die als Dritte wechselte, aber trotz der zwei Runden Schnellste aller zweiten Läuferinnen war. Sabrina Buchholz musste danach dreimal nachladen, kam aber ohne Strafrunde über den Kurs und schickte Kati Wilhelm mit 51,1 Sekunden Rückstand als Zweite auf die Schlussrunde.

          „Das Rennen hat mir richtig Spaß gemacht, auch wenn ich im Liegendanschlag ganz schön gezittert habe, ob meine Nachlader ausreichen. Doch dann konnte ich mich auf der Strecke wieder ranziehen“, bewertete die Thüringerin ihren zweiten Staffelauftritt des Winters.

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