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Biathlon-Weltcup : Deutscher Staffelsieg im Sturm von Oberhof

Michael Greis brachte den Sieg bei der Windlotterie in Oberhof ins Ziel Bild: dpa

Zwei Strafrunden und 16 Nachlader - fünf Jahre nach dem Olympiasieg gewinnt eine deutsche Staffel dennoch wieder ein Weltcup-Rennen. Beim Heimspiel in Oberhof trotzen Stephan, Wolf, Peiffer und Greis den widrigen Bedingungen.

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          Es war ein kleines Inferno unter Flutlicht. Böiger Wind, flirrender Schnee, tanzende Windfähnchen, dann eine kurze Flaute. Eigentlich irregulär für eine Biathlon-Staffel. Und für die 17.000 Zuschauer in der Arena am Grenzadler war es anfangs kein Vergnügen bei minus 11 Grad.

          Aber dann sangen sie sich warm, weil sich nach hoffnungslosem Beginn plötzlich der erste deutsche Sieg dieser bislang mäßigen Weltcupsaison abzeichnete. Als sich Schlussläufer Michael Greis die deutsche Fahne schnappte, brach auf den Rängen ein akustisches Inferno los.

          Trotz zweier Strafrunden und 16 Nachladern - fünf Jahre nach dem Olympiasieg von Turin gewann eine deutsche Staffel wieder ein Weltcup-Rennen. Mit 2:22,8 Minuten Vorsprung vor Tschechien (drei Strafrunden/14 Nachlader) und Norwegen (sechs Strafrunden/14 Nachlader). Keine der 23 Staffeln kam ohne Strafrunde aus - rekordverdächtig.

          Startläufer Christoph Stephan erwischte es gleich im Liegendanschlag. Das Gute an einem frustrierenden Ergebnis: nur eine Strafrunde. Und das Aberwitzige: Nach fünf Treffern im Stehendanschlag - die schwierigere Übung - lag Stephan plötzlich in Führung. Bei Alexander Wolf lief der gleiche Film ab: Strafrunde liegend, abermalige Führung nach fehlerfreiem Schießen stehend.

          Arnd Peiffer brachte das Kunststück fertig, sich die Strafrunde ersparen. Und weil die Konkurrenten im Wind flatterten, übergab Peiffer mit stattlichen 1:49 Minuten Vorsprung an Schlussläufer Michael Greis. Der dreimalige Olympiasieger von Turin brachte die Windlotterie mit ein paar gehörigen Wacklern zum guten Ende.

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