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Biathlon-Staffeln : Frauen machen Mut – Männer enttäuschen

  • Aktualisiert am

Einträchtiges Schießen: Biathletinnen in Oberhof Bild: dpa

Bis zum letzten Schießen liegt die deutsche Frauen-Staffel beim Biathlon-Weltcup in Oberhof auf Siegkurs. Platz zwei macht Mut. Dagegen enttäuschen die Männer auf ganzer Linie.

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          Die deutschen Biathletinnen haben zum Abschluss des Heim-Weltcups in Oberhof den ersten Staffelsieg seit einem Jahr knapp verpasst. Bei schwierigen Wind- und Streckenbedingungen liefen am Sonntag Karolin Horchler, Franziska Hildebrand, Franziska Preuß und Denise Herrmann aber auf einen starken zweiten Rang. In Führung liegend leistete sich Schlussläuferin Herrmann beim letzten Stehendanschlag zwei Strafrunden, so dass sich Russland noch den Sieg sicherte. Das deutsche Quartett hatte nach zwei Extra-Runden und zehn Nachladern 33,5 Sekunden Rückstand. Platz drei sicherte sich Tschechien.

          Mit dem ersten Staffel-Podestplatz der Saison rehabilitierten sich die deutschen Damen für das Debakel im Sprint, als keine unter die besten 30 kam. „Das tut gut und ist eine Bestätigung, dass wir vorne angreifen können. Das Ergebnis gibt ganz viel Mut", sagte Preuß im ZDF.

          Nur Platz acht für die Männer

          Dagegen enttäuschten die deutschen Männer zum Abschluss des Heim-Weltcups in Oberhof aufgrund einer schwachen Schießleistung und verpassten einen Podestplatz mit der Staffel klar. Erik Lesser, Simon Schempp, Arnd Peiffer und Benedikt Doll mussten sich über 4 x 7,5 Kilometer mit dem enttäuschenden achten Rang zufrieden geben. Es war das schlechteste Staffel-Ergebnis in Oberhof überhaupt. Insgesamt leistete sich das Quartett 17 Nachlader, zudem mussten Schempp und Peiffer je einmal in die Strafrunde. Am Ende hatten die Deutschen 2:54,9 Minuten Rückstand auf die siegreichen Russen, die sich mit 1:01,1 Minuten Vorsprung vor Frankreich und Österreich (+ 2:18,6 Minuten) durchsetzten.

          Lesser, der sich im ersten Saison-Drittel mit hartnäckigen Rückenproblemen herumplagte, zeigte mit nur einem Nachlader die stärkste Leistung und wechselte als Zweiter zeitgleich in einem Führungs-Quartett. Schempp, der derzeit völlig außer Form ist, musste schon im Liegendanschlag in die Strafrunde und verlor zudem auf der Strecke erheblich Zeit auf die Konkurrenz. Auch Sprint-Olympiasieger Peiffer musste eine Extrarunde drehen. Damit war der erste deutsche Oberhof-Staffelsieg seit acht Jahren völlig außer Reichweite.

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