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Biathlon-Staffel : Bronze für Deutschland

  • Aktualisiert am

Start zur großen Hatz über 4x7,5 Kilometer Bild: dpa

Simon Schempp, Andreas Birnbacher, Michael Greis und Arnd Peiffer müssen bei der Biathlon-WM nur die Staffeln von Norwegen und Frankreich ziehen lassen und gewinnen Bronze über 4x7,5 Kilometer.

          2 Min.

          Mit Staffel-Bronze haben die deutschen Biathlon-Männer endlich die ersehnte Medaille gewonnen und die Hoffnung auf ein furioses WM-Finale in Ruhpolding genährt. Simon Schempp, Andreas Birnbacher, Michael Greis und Arnd Peiffer sicherten sich am Freitag die ersehnte Medaille. Trotz eines Patzers von Startläufer Ole Einar Björndalen, der nach vier Fehlschüssen einmal in die Strafrunde musste, verteidigten die Norweger nach einer sensationellen Aufholjagd den Titel und hatten am Ende 29,7 Sekunden Vorsprung auf Frankreich. Das deutsche Quartett lag im Ziel 53 Sekunden hinter den Siegern zurück.

          „Ich bin mein Rennen nicht völlig kopflos angegangen und wusste, dass noch starke Teams hinter uns kommen. Ich musste ja zusehen, dass ich die Medaille nach Hause bringe“, kommentierte Peiffer sein Rennen auf der Schlussrunde.

          Ohrenbetäubend war der Lärm gewesen, als sich die 29 Staffeln auf den Weg machten. Nicht nur das deutsche Team wurde gefeiert - in der ChiemgauArena stand das nächste Volksfest an.

          Ohne Nachlader kam Schempp durch das erste Schießen, genau wie der große Ole Einar Björndalen. Der Rekord-Weltmeister übernahm zunächst die Führung, Schempp blieb in der Spitzengruppe. Der 23-Jährige kam mit einem Nachlader aus. Björndalen dagegen musste nach dem zweiten Schießen in die Strafrunde. Der Titelverteidiger war geschockt, fiel auf Rang 19 zurück.

          Nicht so die Heim-Mannschaft. Mit 11,7 Sekunden Rückstand auf den neuen Spitzenreiter Russland übergab Schempp als Sechster an Birnbacher. „Der Abstand beim Wechsel war okay. Die anderen sind ja auch keine Pfeifen“, sagte Schempp.

          Spielte seine Routine aus: Deutschlands Altmeister Michael Greis
          Spielte seine Routine aus: Deutschlands Altmeister Michael Greis : Bild: dpa

          Birnbacher, im Einzel am Donnerstag unglücklicher Vierter, hatte sich bis zum Stehendanschlag an die Spitze gekämpft. Doch da wackelte der Schlechinger, hatte Glück, dass er nicht in die Strafrunde musste. „Ich muss zugeben, dass ich Druck gespürt habe, vor allem bei den Nachladern. Aber ich habe mir selbst gesagt: Reiß’ dich zusammen.“ Und Birnbacher kämpfte.

          „Jede Sekunde hilft uns“, feuerte Bundestrainer Fritz Fischer ihn an. Am Ende übergab Birnbacher als Dritter, der Rückstand betrug 10,9 Sekunden auf den neuen Spitzenreiter Frankreich beim Wechsel auf Greis. Der dreimalige Olympiasieger verlor bis zu seinem ersten Schießen ein paar Sekündchen auf den Franzosen Bouef und den Russen Garanitschew. Zweimal musste Greis liegend nachladen, der Rückstand auf die Spitze war auf 25,6 Sekunden angewachsen. Da hatte Tarjei Bö die Norweger schon auf Platz vier geführt.

          Beim zweiten Schießen spielte der 35-jährige Deutsche seine ganze Routine aus - schoss sich mit fünf blitzsauberen Treffern auf Rang zwei hinter Frankreich. „Dass es so schnell war, habe ich gar nicht gemerkt“, sagte Greis. Den Norweger konnte Greis zwar nicht halten, doch der Allgäuer hatte sich prima verkauft. „Ich bin gut mitgekommen, das hat gepasst“, sagte er.

          Brachte seine Staffel-Kameraden in Bedrängnis: Norwegens Altstar Ole Einar Björndalen
          Brachte seine Staffel-Kameraden in Bedrängnis: Norwegens Altstar Ole Einar Björndalen : Bild: dpa

          Doppel-Weltmeister Martin Fourcade ging mit einem Vorsprung von 18,8 Sekunden auf den Norweger Emil Hegle Svendsen auf die letzten 7,5 Kilometer. Peiffer hatte 26,7 Sekunden Rückstand. Nach dem vorletzten Schießen hatte der Niedersachse den Rückstand, trotz eines Nachladers reduziert.

          Im finalen Schießen dann krönte Svendsen die Aufholjagd der Norweger mit einer blitzsauberen Serie. Auch Peiffer behielt die Nerven. Als Dritter machte er sich auf den Weg in Richtung Ziel. Da wurde er von seinen Teamkollegen jubelnd in Empfang genommen.

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