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Biathlon-Verfolgung : Zwei echte Siegertypen

  • Aktualisiert am

Männer Seite an Seite: Volles Aufgebot am Schießstand Bild: AFP

Eine Bayerin und ein Schwabe mischen die Biathlon-Welt auf: Laura Dahlmeier und Simon Schempp gewinnen die Verfolgungsrennen beim Weltcup in Pokljuka.

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          Die deutschen Biathleten haben wieder zwei echte Siegertypen: Laura Dahlmeier und Simon Schempp. Die Bayerin holte sich am Samstag in Pokljuka in der Verfolgung ihren zweiten Saison-Erfolg, der Schwabe stand zum dritten Mal in diesem Winter ganz oben auf dem Podium.

          Da die Partenkirchnerin beim Saison-Auftakt krank fehlte und der Uhinger in Östersund patzte, laufen die beiden Vorzeige-Skijäger aber noch nicht im Gelben Trikot der Weltcup-Spitzenreiter. Auch bei den Massenstart-Rennen am Sonntag kann es noch nicht zur Wachablösung an der Spitze des Gesamtklassements kommen. Irgendwann soll es aber soweit sein. „Die Saison ist noch lang. Da wird sich schon noch einiges durchmischen und auch andere vorne mit dabei sein“, glaubt Schempp.

          Nach seinem achten Karrieresieg liegt der 27-Jährige in der Gesamtwertung als Dritter 60 Punkte hinter Martin Fourcade. Der Franzose war gegen Schempp wie schon im Sprint als erneuter Zweiter machtlos.

          Die Nummer eins, zumindest in Pokljuka: Simon Schmepp.

          Noch 97 Punkte hinter der neuen Spitzenreiterin Marie Dorin Habert hat sich Dahlmeier nach ihrem vierten Weltcup-Erfolg auf Platz sieben eingeordnet. „An den Gesamtweltucp denke ich nicht“, sagte die 22-Jährige.

          Harmonie zwischen Dahlmeier und Dorin Habert

          Franziska Hildebrand vergab die Chance, als erste Deutsche nach Magdalena Neuner das Gelbe Trikot zu erobern. Die Sprint-Dritte wurde lediglich Verfolgungs-Zwölfte und ist mit 26 Punkten Rückstand Gesamt-Dritte. Hildebrand holte auch schon einen der sechs deutschen Saison-Siege, die fünf anderen gehen auf die Konten von Schempp und Dahlmeier.

          Mit Sprint-Siegerin Marie Dorin Habert arbeitete Dahlmeier perfekt zusammen. Sie teilte sich die Führungsarbeit mit der Französin. Als die zweimalige Weltmeisterin vor dem letzten Schießen auf der Abfahrt stürzte, erkämpfte sich die Deutsche den entscheidenden Vorsprung in dem Zehn-Kilometer-Rennen. „Man hat schon mit Köpfchen laufen müssen“, sagte sie und freute sich genau wie Schempp über einen perfekten Auftritt am Schießstand.

          Skijäger im Wald: Stil-Studie in Pokljuka

          Stress zwischen Schempp und Fourcade

          Zwei Tage nach seinem Sprint-Erfolg setzte sich der Schwabe auch im Jagdrennen über die 12,5 Kilometer souverän durch. Bei den Männern  ging es im deutsch-französischen Duell mit Fourcade nicht so harmonisch zu wie bei den Frauen. „Da waren ein bisschen Unstimmigkeiten da, ich verstehe nicht, warum er das macht“, sagte Schempp. „Es war das Gleiche wie letzte Woche. Er wollte nicht vorgehen, da habe ich ihm zugerufen: Together.“

          Schempp-Rivale Fourcade, der seinen 26-Sekunden-Rückstand aus dem Sprint aufgeholt hatte, verlor das Rennen jedoch am Schießstand. Der Franzose musste nach dem letzten Anschlag einmal in die Strafrunde. „Das war der Knackpunkt“, befand Bundestrainer Andreas Stitzl.

          „Es war das Gleiche wie letzte Woche. Er wollte nicht vorgehen, da habe ich ihm zugerufen: Together (Zusammen).“

          Neben Dahlmeier und Schempp überzeugten auch fast alle anderen deutschen Skijäger. Auf den Plätzen fünf und sechs landeten Franziska Preuß und Vanessa Hinz, die damit ebenfalls tolle Verfolgungs-Ergebnisse schafften. Nach einem Frühstart, für den sie 30 Strafsekunden kassierte, landete dagegen Miriam Gössner als 41. weit zurück.

          Mit den Plätzen elf, zwölf und 13  überzeugten Andreas Birnbacher, Erik Lesser und Benedikt Doll. Verfolgungsweltmeister Lesser schaffte sein bestes Saisonergebnis. „Von 21 auf zwölf, damit kann ich zufrieden sein“, sagte er. Arnd Peiffer lief auf Platz 27.

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