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Ärger bei deutschen Biathleten : „Habe absolut keinen Bock mehr“

  • Aktualisiert am

Enttäuscht über seine Leistung in Östersund: Philipp Horn, hier im Januar in Oberhof Bild: AFP

Beim Weltcupfinale in Schweden haben die deutschen Biathleten große Probleme und verpassen teilweise deutlich die Top-Resultate. Am Ende einer langen Saison schwinden offenbar die Kräfte.

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          Franziska Preuß erlitt einen Rückschlag im Kampf um Platz drei im Gesamtweltcup, die Männer waren im ersten Rennen nach dem Rücktritt von Arnd Peiffer chancenlos: Deutschlands Biathleten sind in Östersund enttäuschend ins Saisonfinale gestartet. Am Freitag war Roman Rees in Schweden im Weltcup-Sprint der Männer als Zehnter noch der überzeugendste, bei den Frauen kam Janina Hettich als Beste ebenfalls ohne Schießfehler nicht über Platz 17 hinaus.

          Vom heimischen Sofa aus sah Olympiasieger Peiffer drei Tage nach seinem Karriereende, wie zumindest Rees eine ordentliche Leistung zeigte. 57,6 Sekunden lag der 28-Jährige im Ziel hinter Lukas Hofer aus Italien, der sich ohne Patzer vor Sebastian Samuelsson (Schweden) und Tarjei Bö (Norwegen) durchsetzte. Zweitbester war Benedikt Doll (3 Fehler) als 31., auch Erik Lesser (2/33.) verpasste die Top 30.

          Ärger bei Preuß

          „Was soll ich sagen? Mehr ist nicht drin. Zu mehr reicht es halt nicht“, sagte Lesser in der ARD. Die Weltcup-Debütanten David Zobel (2/52.) und Justus Strelow (1/37.) zeigten ebenso wie Philipp Nawrath (3/42.) immerhin Leistungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Philipp Horn (4/74.) und Johannes Kühn (8/93.) rechtfertigten ihre Nominierungen nicht und fehlen am Samstag in der Verfolgung. „Jetzt hab ich absolut keinen Bock mehr. Ich habe mir ein besseres Saisonende gewünscht“, sagte der tief enttäuschte Horn.

          Preuß hatte sich vor den abschließenden drei Rennen des Winters noch Hoffnungen auf den Sprung aufs Podest in der Gesamtwertung gemacht. Platz 23 nach zwei Schießfehlern bedeutete jedoch einen herben Dämpfer. „Das war kein zufriedenstellendes Rennen. Irgendwie war vom ersten Schuss an der Wurm drin. Das ärgert mich jetzt“, sagte Preuß, die von Gesamtrang vier auf fünf zurückfiel. „Läuferisch war es okay, ich habe mich ganz gut gefühlt“, ergänzte die 27-Jährige.

          Unzufriedenheit auch bei den Biathletinnen: Franziska Preuß, hier im Februar in Pokljuka, erleidet in Östersund einen Rückschlag.
          Unzufriedenheit auch bei den Biathletinnen: Franziska Preuß, hier im Februar in Pokljuka, erleidet in Östersund einen Rückschlag. : Bild: dpa

          Einmal mehr war Tiril Eckhoff nicht zu schlagen. Die 30 Jahre alte Gesamtweltcupsiegerin aus Norwegen schaffte bereits den 13. Einzeltriumph in diesem Winter und war zum siebten Mal in Serie in einem Sprintrennen ganz vorn. Die zehnmalige Weltmeisterin kann nun mit Rekordsiegerin Magdalena Forsberg gleichziehen – oder sie übertrumpfen. Der Biathlon-Ikone aus Schweden gelangen in der Saison 2000/2001 als bislang einziger Frau sogar 14 Erfolge.

          Für Preuß und ihre Teamkolleginnen sind solche Bestmarken derzeit außer Reichweite, in den Kampf ganz vorne konnte auf den WM-Strecken von 2019 niemand eingreifen. Hinter Hettich landeten Vanessa Hinz (2/27.), Anna Weidel (0/31.), Denise Herrmann (2/34.) und Vanessa Voigt (1/57.) noch deutlich weiter hinten. Debütantin Juliane Frühwirt (1/62.) und Marion Deigentesch (2/68.) verpassten die Qualifikation für die Verfolgung der besten 60 am Samstag (12.15 Uhr/ARD und Eurosport).

          „Im Laufen bin ich nicht zu dem fähig, was ich kann, das wird sich auch die nächsten Tage nicht mehr ändern“, sagte Herrmann. In der Vorwoche hatte es die Sächsin in Nove Mesto noch auf das Podest geschafft. „Ich brauche jetzt erstmal eine längere Pause“, sagte die 32-Jährige. Hinter Eckhoff wurde die Italienerin Dorothea Wierer (0) Zweite vor Ingrid Landmark Tandrevold (0) aus Norwegen.

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