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Biathlon : Deutscher Doppelsieg am Holmenkollen

  • Aktualisiert am

Sieg auf der Lieblingsstrecke: Sven Fischer Bild: dpa/dpaweb

Die deutschen Biathleten haben auch am „heiligen Skiberg“ der Norweger ihre gute Form bewiesen. Sven Fischer und Martina Glagow gewannen die Rennen über 20 und 15 km am Holmenkollen.

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          Sven Fischer bleibt der ungekrönte König des Holmenkollen. Eine Woche nach den Auftakt-Erfolgen der deutschen Biathleten in Beitostölen sorgte der Oberhofer am Donnerstag zusammen mit Martina Glagow (Mittenwald) beim zweiten Saison-Weltcup für einen abermaligen Doppelsieg.

          Auf dem „heiligen Skiberg“ der Norweger gewann Glagow das Einzelrennen über 15 Kilometer vor der Russin Swetlana Ischmuratowa und der Überraschungs-Dritten Magdalena Gwizdon. Fischer erkämpfte beim „langen Kanten“ der Männer über 20 Kilometer auf seinen Lieblingsstrecken bereits den 27. Weltcupsieg seiner Laufbahn, den achten in Oslo. Zweiter hinter dem neuen Weltcup-Spitzenreiter wurde Ole Einar Björndalen (Norwegen) vor Tomasz Sikora (Polen).

          Dritter Weltcupsieg für Martina Glagow

          „Ich habe beim ersten langen Kanten des Winters versucht, gleichmäßig zu laufen. Das hat prima geklappt, vor allem auch beim Schießen“, meinte Sven Fischer. Er habe vor dem ersten Winter als junger Papa zwar nicht entscheidend mehr, aber doch viel bewußter trainiert, gab der 33jährige als Grund für seine hervorragende Frühform an. Neben Fischer glänzte auch Michael Greis (Nesselwang), der als Sechster die WM-Norm schaffte, mit makellosem Schießen. „Die beiden sowie Ricco Groß und Andreas Birnbacher mit je einer Strafminute haben das prima gemacht. Beim Zwanziger gibt es nur die Chance des guten Schießens“, lobte Bundestrainer Frank Ullrich das Quartett. Birnbacher wurde 10., Groß landete auf dem 14. Platz.

          Fehlerfrei am Schießstand: Martina Glagow
          Fehlerfrei am Schießstand: Martina Glagow : Bild: dpa/dpaweb

          Martina Glagow, die mit der niedrigen Startnummer acht ins Rennen gegangen war, wehrte lange alle Glückwünsche zum 3. Weltcup-Tagessieg ihrer Laufbahn ab. „Da kommen noch einige, doch ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden“, sagte die 25 Jahre alte Weltcup-Gesamtsiegerin des Vorjahres. Je mehr Favoritinnen am Schießstand Scheiben verfehlten, desto wertvoller wurden die 20 fehlerfreien Schüsse der BGS-Polizeiobermeisterin, die in der Loipe nur 24. war - rund zweieinhalb Minuten hinter Überläuferin Uschi Disl.

          Tolles Teamerg ebnis

          „Gestern beim Training schoß ich in der prallen Sonne immer wieder einzelne Fehler. Heute war der Himmel bedeckt und die Scheiben wirkten nicht mehr so klein wie im grellen Licht“, erläuterte Glagow ihre Schießkünste. „Vor allem hat sie sehr überlegt, ohne zu großes Risiko geschossen“, bewertete Bundestrainer Uwe Müßiggang ihre Vorstellung.

          Das tolle Team-Ergebnis der deutschen Frauen komplettierten Katrin Apel (Frankenhain), die als Achte erstmals die WM-Norm erfüllte, Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) als Neunte, Uschi Disl (Moosham) als Zehnte sowie Simone Simone Denkinger (Gosheim(13.) und Katja Beer (Altenberg/18.). Nur Andrea Henkel (Großbreitenbach), die gut im Rennen lag, aber mit zitternden Knien beim vierten Schießen gleich drei Ziele nicht traf, verpasste als 31. knapp die Weltcup-Punkte.

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