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Biathlon in Antholz : Bestes Weltcup-Ergebnis für Janina Hettich

  • Aktualisiert am

So weit vorne wie noch nie: Janina Hettich in Antholz Bild: AFP

Janina Hettich verpasst beim Biathlon-Weltcup im italienischen Antholz nur knapp das Podest. Dennoch ist für die Schwarzwälderin die Plazierung als Fünfte im Einzel-Wettbewerb ein großer Erfolg.

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          Franziska Preuß und Denise Hermann haderten – dafür strahlten Janina Hettich, Marion Deigentesch und Vanessa Hinz im Schneetreiben von Antholz über das ganze Gesicht. Während Hettich bei der WM-Generalprobe als starke Fünfte beim Premierenerfolg der Österreicherin Lisa Theresa Hauser das Podium im Einzel über 15 Kilometer nur ganz knapp verpasste, erfüllten die überraschend starke Deigentesch als Elfte und die Weltmeisterschaftszweite Vanessa Hinz auf Rang zwölf immerhin die halbe Norm für die WM in Pokljuka.

          „Die zweite Reihe hat sich eindrucksvoll in Szene gesetzt. Wirklich stark„, lobte der Sportliche Leiter Bernd Eisenbichler. Hinz habe ihren „Aufwärtstrend bestätigt“. Entsprechend war die 28-Jährige „sehr erleichtert. Das Ergebnis gibt mir brutal viel Selbstvertrauen“, sagte Hinz nach dem besten Resultat der Saison. Die Strecke in Antholz, auf der sie vor einem Jahr WM-Zweite geworden war, „liegt mir einfach“.

          Beim Massenstart am Samstag (13.10 Uhr/ZDF und Eurosport) über 12,5 Kilometer hat Hinz nun eine weitere Chance, sich auf den letzten Drücker noch für die Einzelstarts bei den Titelkämpfen in Slowenien (10. bis 21. Februar) zu qualifizieren. Dass sie nach zwei Schießfehlern ein noch besseres Ergebnis verpasste, sei zwar „ärgerlich“, aber, so Hinz, „ich habe mich auf der Strecke endlich wieder einmal gut gefühlt“.

          Gleiches galt auch für Deigentesch und insbesondere für Hettich, die erst mit einem Fehler beim letzten Schuss das „Stockerl“ verfehlte. Dennoch war die 24-Jährige „mega happy. Auch wenn mich der letzte Schuss etwas ärgert: Es hat viel Spaß gemacht“, sagte Hettich glücklich.

          Fassungslos war Deigentesch nach ihrem überhaupt erst vierten Weltcuprennen. Mit einem Schießfehler sicherte sich die 26-Jährige sogar einen Platz im Massenstart am Samstag. „Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist ein Traum, einfach nur krass“, sagte Deigentesch: „Es hat irgendwie funktioniert.“

          Gleiches konnten die Arrivierten Preuß und Herrmann gar nicht behaupten. Beide leisteten sich vier Schießfehler. Für Herrmann reichte es nach bester Laufzeit immerhin noch zu Rang 17. Preuß, am Sonntag noch umjubelte Zweite im Massenstart von Oberhof, musste sich mit dem 33. Platz begnügen. Hauser („Ich bin unglaublich glücklich und stolz“) sicherte sich dagegen ihren ersten Weltcuperfolg nach einem Schießfehler vor Julija Dschyma aus der Ukraine und Anais Chevalier-Bouchet aus Frankreich.

          „Das ist ärgerlich, weil beim Laufen ging es richtig gut. Ich hoffe, dass ich es bis zur WM besser in den Griff bekomme und locker bleibe“, sagte Herrmann. Und Preuß fügte enttäuscht an: „Die Reizleitung zwischen Finger und Gehirn war einfach zu langsam. Schade. Ich muss das jetzt abhaken, er gibt ja hier noch zwei Rennen.“

          Am Freitag (13.15 Uhr/ZDF und Eurosport) steht zunächst jedoch das Einzelrennen der Männer über 20 Kilometer auf dem Programm. Am Samstag ist neben dem Massenstart der Frauen die Männer-Staffel über 4x7,5 Kilometer geplant. Am Sonntag schließen die Frauen-Staffel über 4x6 Kilometer und der Massenstart der Männer über 15 Kilometer die WM-Generalprobe ab.

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