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Biathlon-Saisonstart : Mixed Emotions

  • Aktualisiert am

Schwedische Siegerin: Hanna Öberg gewinnt im Duett mit Sebastian Samuelsson Bild: dpa

Erik Lesser und Franziska Preuß schaffen es zum Auftakt der Biathlon-Saison im Single-Mixed auf den zweiten Platz. In der Mixed-Staffel fällt Benedikt Doll dagegen über seine eigenen Ski.

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          Erik Lesser schüttelte enttäuscht mit den Kopf und entschuldigte sich bei Teamkollegin Franziska Preuß. Den möglichen ersten Saisonsieg der deutschen Biathleten vergab der Thüringer durch eine Strafrunde. Mit Rang zwei im Single-Mixed gelang dem Duo an diesem Samstag in schwedischen Östersund trotzdem ein ordentlicher Einstand in die Saison. Die deutsche Mixedstaffel musste sich anschließend nach vielen Problemen am Schießstand mit dem siebten Rang begnügen.

          „Was ich beim letzten Schießen gezeigt habe, macht den Wettkampf kaputt. Das fühlt sich an wie eine Niederlage“, sagte der ehemalige Weltmeister Lesser. Fast 17 Sekunden Vorsprung reichten ihm beim finalen Stehendanschlag nicht aus. Der 31-Jährige vergab alle drei Nachlader und musste einmal in die Strafrunde. Dadurch war der Weg frei für den schwedischen Olympiasieger Sebastian Samuelsson, dem zusammen mit Hanna Öberg beim Heimspiel der erste Sieg des WM-Winters gelang. Lesser hingegen befand extrem kritisch: „Ich stehe da wie ein Dilettant.“

          Die Schweden hatten am Ende 18,1 Sekunden Vorsprung auf die Deutschen. Rang drei ging an Norwegen (+ 40,4 Sekunden). „Im Großen und Ganzen bin ich richtig zufrieden“, sagte Preuß, die eine starke Leistung zeigte. Und auch lesser sah ein: „Das Ergebnis ist für uns natürlich trotzdem gut.“

          „Ein ziemlich gebrauchtes Rennen“

          Die deutsche Mixedstaffel mit Karolin Horchler, Denise Herrmann, Simon Schempp und Benedikt Doll hatte mit der Entscheidung rund drei Stunden danach nichts zu tun. Schlussläufer Doll, der die Extrarunde drehen musste, lief nach 4x6 Kilometern mit 2:20,9 Minuten Rückstand hinter Italien über die Ziellinie. Platz zwei sicherte sich Weltmeister Norwegen vor Schweden.

          „Es war ein ziemlich gebrauchtes Rennen“, sagte Doll, der zu allem Überfluss auf der zweiten Laufrunde auch noch gestürzt war: „Ich bin mir selbst über den Ski gefahren.“ Seine Schießfehler konnte sich der Schwarzwälder nicht erklären und sagte: „Ich bin echt mal gespannt, wo die Verlagerung war. Es wollte irgendwie nicht klappen. Schade!“

          Dabei hatte der Wettkampf aussichtsreich begonnen. Weltmeisterin Herrmann übergab an Position zwei auf Schempp. Der 31-jährige Schwabe, erst kurzfristig für den an einem Magen-Darm-Infekt erkrankten Olympiasieger Arnd Peiffer ins Team gerückt, fiel allerdings bis auf Rang fünf zurück. Bei eisigen Temperaturen von minus 4,5 Grad konnte auch Doll mit der Waffe nicht überzeugen.

          Der Weltcup in Östersund wird am Sonntag (ab 12.30 Uhr/ARD und Eurosport) mit den Sprints der Männer und Frauen fortgesetzt.

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