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Eiskunstlauf-WM : An der Grenze zum Schleudertrauma

  • -Aktualisiert am

Aljona Savchenko und Bruno Massot trotzen allen Widrigkeiten: Bestleistung im Kurzprogramm bei der WM Bild: dpa

Die Leiden der Spitzenkräfte im Eiskunstlauf scheinen sich zu häufen. Bei der WM nahe Mailand fehlen viele Stars verletzt. Savchenko/Massot trotzen allen Widrigkeiten und führen nach der Kurzkür.

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          Yuzuru Hanyu, der zweimalige Olympiasieger und Vorjahrsweltmeister, ist nicht da. Der Japaner kuriert daheim eine Bänderverletzung im rechten Fuß aus, die ihn auch schon während der Winterspiele in Pyeongchang geplagt, aber nicht aufgehalten hat auf seinem von Vierfachsprüngen gesäumten Weg zur Goldmedaille. Die russische Olympiazweite Jewgenija Medwedjewa, die bei der WM in Mailand gern ihren Titel verteidigt hätte, konnte wie Hanyu die Reise nach Italien nicht antreten. Ein Ermüdungsbruch, der die lange für unschlagbar gehaltene Moskauerin im vergangenen Herbst traf, ist noch immer nicht vollständig ausgeheilt. Die Achtzehnjährige muss sich fürs Erste schonen, um eine Operation zu vermeiden.

          An der gleichen Blessur leidet die Chinesin Sui Wenjing, die an der Seite ihres Partners Han Cong im Vorjahr Paarlauf-Weltmeisterin wurde. Die beiden Silbermedaillengewinner von Pyeonchang mussten für Mailand passen. Aljona Savchenko und Bruno Massot sind neben der Russin Alina Sagitowa die Olympiasieger, die auch noch zum Saisonabschluss bei der WM im Mediolanum Forum starten. Die beiden Deutschen, die Millionen Menschen mit ihrer Jahrhundertkür in Pyeongchang bewegt haben, nahmen am Mittwochabend den ersten Teil ihrer beiden fabelhaften Programme, die Kurzkür, auf sich, und übernahmen mit einer persönlichen Bestmarke von 82,98 Punkten die Führung vor der Kür an diesem Donnerstagabend (18.55 Uhr). Und das, obwohl sie erst seit einer Woche wieder seriös trainieren, obwohl Massot noch immer an den Ausläufern einer schweren Grippe leidet, die ihn während der Spiele traf, und dazu seine vertrauten Rückenschmerzen bekämpft – und obwohl seine Partnerin, die in Mailand zum sechsten Mal Weltmeisterin werden kann, ihre Bänderdehnung im rechten Fuß, die ihr seit dem November des vergangenen Jahres zu schaffen macht, noch nicht so ganz losgeworden ist.

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