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Biathlon-Weltcup : Peiffer gewinnt Massenstart

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„Ich freue mich, weil es mein erster Massenstartsieg ist“: Arnd Peiffer Bild: dpa

So emotional erlebt man Arnd Peiffer selten wie nach seinem Jubiläumssieg im Weltcup. Der Olympiasieger überrascht sich selbst. Die deutschen Biathlon-Frauen schaffen es dagegen nicht auf das Podest.

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          Seinen überschwänglichen Gefühlsausbruch nach seinem Sieg-Coup im Weltcup von Hochfilzen erklärte Arnd Peiffer nur wenig später wieder gewohnt nüchtern. „Ich freue mich, weil es mein erster Massenstartsieg ist. Ich habe nicht unbedingt geglaubt, dass ich das in meiner Karriere noch einmal schaffe“, sagte der 33 Jahre alte Biathlon-Olympiasieger. „Deswegen waren die Emotionen vielleicht auch ein bisschen mehr, als man das von mir gewohnt ist.“  

          Kurz hatte Peiffer am Sonntag zurückgeblickt, die Arme in die Höhe gerissen, die Fäuste geballt und seine Freude lauthals herausgeschrien. Dabei hatte der ehemalige Weltmeister in der ersten Weltcup-Woche in Hochfilzen noch aus „privaten Gründen“ gefehlt, sich daheim in der Nähe von München auf Skirollern vorbereitet. „Etwas holprig“ sei das gewesen, sagte er.

          Trotzdem sorgte der Älteste im Team von Bundestrainer Mark Kirchner mit dem ersten Saisonsieg nach zuletzt nicht ganz so entspannten Tagen wieder für gute Laune im deutschen Lager. Es habe viele Diskussionen gegeben, verriet Peiffer nach seinem zehnten Weltcupsieg, die Stimmung sei nicht die beste gewesen. Benedikt Doll hatte mit seiner Material-Kritik vor einer Woche die Aufregung mit ausgelöst. Nun vervollständigte der Schwarzwälder als Massenstart-Vierter hinter dem über die 15 Kilometer fehlerfrei gebliebenen Peiffer, dem Schweden Martin Ponsiluoma und dem Norweger Tarjei Bö den tollen deutschen Biathlon-Tag in Tirol.  

          Zwar schafften es die DSV-Frauen danach im letzten Weltcuprennen des Jahres nicht auf das Podest. Doch angeführt von Geburtstagskind Denise Herrmann, die beim Sieg von Weltcup-Spitzenreiterin Marte Olsbu Röiseland Fünfte wurde, kamen auch die 26-jährige Franziska Preuß als Neunte und die abermals fehlerfrei schießende Schwarzwälderin Janina Hettich (24) als Zehnte noch in die Top Ten. Preuß zeigte einmal mehr ihre Beständigkeit, hatte in der zweiten Hochfilzen-Woche eine neuerliche Podestplatzierung nur knapp verpasst.

          „Jetzt können wir durchpusten und uns mit Optimismus und Motivation auf den Heimweltcup in Oberhof vorbereiten. Da wollen wir wieder richtig angreifen“, sagte Herrmann, die am Sonntag 32 Jahre alt geworden war. Die frühere Langläuferin wollte eigentlich im Gesamtweltcup angreifen, nach neun von 26 Rennen liegt sie aber bereits 172 Punkte hinter Röiseland zurück. „Insgeheim hätte ich mir mehr erhofft“, sagte Damen-Trainer Florian Steirer.  

          Bei den Männern fehlten Doll am Ende 2,4 Sekunden zum Podium und Rang drei. Der 30-Jährige war am Premierensieg seines Teamkollegen Peiffer nicht ganz unbeteiligt. Er habe sich gesagt, „ich mach jetzt mal ein bisschen langsam und bremse die hinter mir aus. Da konnte Arnd, glaube ich, noch mal ein paar Sekunden mitnehmen“, sagte Doll über eine der entscheidenden Szenen in der Schlussrunde des 15-Kilometer-Rennens mit viermal Schießen.  

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