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Alpiner Ski-Weltcup : Doppelerfolg für Pinturault – Brignone siegt kampflos

  • Aktualisiert am

Der Allrounder des Jahrzehnts: Alexis Pinturault Bild: AFP

Pinturault gewinnt die Kombination und damit auch die Disziplinwertung. Brignone profitiert von heftigen Schneefällen. Fraglich ist, ob die Saison überhaupt zu Ende gefahren wird.

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          Der französische Skirennfahrer Alexis Pinturault hat die Alpine Kombination aus verkürztem Super-G und einem Slalom-Lauf in Hinterstoder gewonnen und sich damit auch den Disziplinen-Weltcup dieses Winters gesichert. Pinturault setzte sich an diesem Sonntag mit fast einer Sekunde Vorsprung vor Mauro Caviezel aus der Schweiz und dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde durch. „Ich bin sehr glücklich, das war ein gutes Rennen für mich, aber nicht so einfach. Es war schwer, schnell zu fahren“, sagte Pinturault.

          Von drei Kombi-Rennen dieses Winters gewann Pinturault zwei und wurde einmal Zweiter. Der ausgewiesene Allrounder holte sich bereits zum sechsten Mal in den vergangenen acht Jahren die Disziplin-Wertung in der Kombination.

          Der 28-Jährige hatte den Grundstein zum Erfolg mit Platz zwei nach dem Super-G am Vormittag gelegt. Im Torlauf ließ der Techniker dann den Speed-Spezialisten Caviezel deutlich hinter sich. Aus dem deutschen Team fuhr nur Romed Baumann als 27. (+6,13) in die Wertung. Thomas Dreßen hatte nach seinem Sturz im Super-G am Samstag und zwei ausgekugelten Schultern auf einen Kombi-Start verzichtet. Josef Ferstl trat am Sonntag zum entscheidenden Slalom nicht mehr an.

          Durch Pinturaults fünften Saisonsieg steigt die Spannung im Gesamtweltcup. Dort kletterte der Franzose auf Platz zwei mit nun nur noch 34 Punkte Rückstand auf Kilde. Im Riesenslalom am Montag (9.30/12.30 Uhr/BR und Eurosport) kann Pinturault die Führung übernehmen. „Im Gesamtweltcup ist alles möglich. Ich muss morgen noch mal gut fahren“, sagte er im ORF.

          Shiffrin fehlt weiterhin

          Bei den Frauen steht Federica Brignone wegen der anhaltenden Wettkampfpause von Mikaela Shiffrin nach dem überraschenden Tod ihres Vaters Jeff vor dem Gewinn des alpinen Gesamtweltcups. Die 29 Jahre alte Italienerin baute ihre Führung mit Platz zwei beim Heim-Super-G in La Thuile hinter Premieren-Siegerin Nina Ortlieb (Österreich) auf 153 Punkte aus. Tags darauf fiel ihr die kleine Kristallkugel in der Kombination in den Schoß – der letzte Saison-Wettbewerb im alpinen Zweikampf musste nach heftigen Schneefällen abgesagt werden.

          „Natürlich ist der Gesamtweltcup in meinem Kopf, aber das wird erst am Ende der Saison Thema“, sagte Brignone. Doch das könnte schneller kommen als geplant: Die für kommendes Wochenende angesetzten Rennen in Ofterschwang mussten witterungsbedingt ersatzlos gestrichen werden. Ob danach in Are/Schweden und beim Weltcup-Finale in Cortina d'Ampezzo/Italien gefahren werden kann, ist wegen des Coronavirus fraglich. In La Thuile war deshalb die Zuschauerzahl beschränkt und das Rahmenprogramm gestrichen worden.

          Mikalea Shiffrin, die Dominatorin der vergangenen Jahre, steht in ihrer Heimat zwar wieder auf Skiern. Dass die Olympiasiegerin in diesem Winter noch einmal in den Weltcup zurückkehrt, gilt aber als wenig wahrscheinlich. „Ich möchte, dass sie so schnell wie möglich zurückkommt, um wieder das tun zu können, was sie am meisten liebt“, wünschte Brignone der Amerikanerin.

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