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Winter Game in Düsseldorf : Sechs Stunden Spektakel für den Rekord

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In der Düsseldorfer Arena sollen am Samstag mehr als 50.000 Fans beim Winter Game zuschauen Bild: dpa

Das Düsseldorfer Fußballstadion bereitet sich auf das größte Spiel vor, das die Deutsche Eishockey Liga je gesehen hat. Beim Winter Game soll ein Rekord aufgestellt werden. Die Vorbereitungen hatten es in sich.

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          Eine Freiluftveranstaltung wird es nicht. Und Winter will auch nicht so recht sein beim Winter Game. 14 Grad und Regen sind angesagt, so dass das Arena-Dach geschlossen bleibt, wenn sich die Eishockey-Cracks im Düsseldorfer Fußball-Stadion duellieren. Aber wer in großen Dimensionen denkt, hält sich mit kleinen Details nach monatelanger Vorbereitung und dreiwöchiger Aufbauarbeit nicht mehr auf.

          Denn alles ist bereit für den größten Rahmen, den ein Spiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) je hatte. Besondere Aufmerksamkeit und mehr Publicity für den schnellen Kufensport hierzulande ist also gewiss. Ziel sind an diesem Samstag mindestens 50.000 und ein Zuschauer beim rheinischen Derby Düsseldorfer EG gegen Kölner Haie - das würde Europarekord bedeuten, den noch Nürnberg hält als Ausrichter des ersten Winter Game vor zwei Jahren.

          Damals kämpften die Nürnberg Ice Tigers nicht nur gegen die Berliner Eisbären, sondern auch gegen aufgeweichtes Eis im Nieselregen. Die Vorlage für das DEL-Spektakel liefert das Winter Classic der nordamerikanischen Profiliga NHL, bei dem Anfang vergangenen Jahres etwa 105.500 Zuschauer in ein (offenes) Football-Stadion strömten.

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          Das Dach bleibt geschlossen bei Wind, Regen – und zweistelligen Plus-Temperaturen :

          Vier riesige Kühlaggregate, die über ein 90 Kilometer langes Netz aus Kühlschläuchen unter dem Spielfeld verbunden sind, surren im Bauch der Düsseldorfer Arena und halten die zehn Zentimeter dicke Eisfläche bei minus elf Grad. 20 Lkw-Ladungen Sand trennen den Fußballrasen von der Eisfläche, für die 180.000 Liter Wasser nötig waren. Ein sechsstündiges Showprogramm soll die Zuschauer unterhalten und mittendrin steigt um 16.30 Uhr (Live auf Servus TV) das 206. rheinische Derby.

          Für die beiden achtmaligen Meister geht es um wichtige Punkte für die Playoff-Qualifikation. Schon im 205. Derby vor drei Wochen ging es heiß her, als beim 3:2-Sieg der Kölner 88 Strafminuten verteilt wurden. Im größtmöglichen Winter-Game-Rahmen werden die Profis vermutlich noch hingebungsvoller um jeden Puck streiten. „Vor so einem Spiel brauchst du als Trainer nicht mehr viel zu sagen“, sagt DEG-Coach Christof Kreutzer.

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