https://www.faz.net/-gtl-8iyv7

Tennis : Zverev ist doch noch zu grün für Wimbledon

  • Aktualisiert am

Das Leiden des jungen Z.: Alexander Zverev scheitert in Wimbledon an Routinier Berdych Bild: dpa

Alexander Zverev scheitert in einem hochklassigen Match an Tomas Berdych. Dem deutschen Talent fehlt allein ein wenig Cleverness. Annika Beck ist beim Duell mit Serena Williams in der dritten Runde chancenlos. Nun ist nur noch eine Deutsche in Wimbledon im Wettbewerb.

          1 Min.

          Alexander Zverev ist als letzter deutscher Tennisprofi in der Herren-Konkurrenz von Wimbledon ausgeschieden. Das 19 Jahre alte Tennis-Toptalent zog am Sonntag gegen den Tschechen Tomas Berdych 3:6, 4:6, 6:4, 1:6 den Kürzeren. Zverev hatte als einziger von anfangs sechs deutschen Herren die dritte Runde erreicht.

          In einem teilweise hochklassigen Drittrunden-Match agierte der elf Jahre ältere Berdych gegen Zverev vor allem effizienter und in den entscheidenden Ballwechseln abgezockter. Als Zverev sich mit dem gewonnenen dritten Satz zurückmeldete, schallte ein langgezogenes „Jaaa“ durch das Stadion. Genau für diese außergewöhnlichen Auftritte arbeitet der Norddeutsche.

          Doch Berdych, in der Weltrangliste als Neunter 19 Plätze vor ihm, ließ nicht mehr als einen Satzgewinn zu. „Er wird ein zukünftiger Grand-Slam-Sieger sein“, lobte Berdych. Durch die Niederlage verpasste der Hamburger in seiner jungen Karriere nicht nur den erstmaligen Achtelfinal-Einzug bei einem Grand-Slam-Turnier, sondern auch die erhoffte Revanche für sein Davis-Cup-Debüt. Nach seinem beeindruckenden, aber verlorenem Einstand im März über fünf Sätze hatte sich Zverev mächtig geärgert.

          Beck ist überfordert

          Tennisspielerin Annika Beck ist in Wimbledon in der dritten Runde ausgeschieden. Gegen die Titelverteidigerin Serena Williams blieb die 22-Jährige aus Bonn am Sonntag beim 3:6, 0:6 chancenlos. Damit ist Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber einzige deutsche Tennis-Dame im Achtelfinale und in der zweiten Woche des Grand-Slam-Rasenturniers in London.

          Annika Beck hatte auf dem Centre Court keine Chance gegen Serena Williams.

          Fed-Cup-Spielerin Beck hatte in Wimbledon zum ersten Mal die dritte Runde erreicht und durfte gegen die Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den Vereinigten Staaten vor rund 15.000 Zuschauern erstmals auf dem Centre Court antreten. Mit einem Break ging sie im ersten Satz 2:1 in Führung. Insgesamt kam sie gegen das druckvolle Spiel der 21-fachen Grand-Slam-Turnier-Siegerin aber nicht an.

          Weil der Regen in den vergangenen Tagen zu Verzögerungen geführt hatte, trugen die Organisatoren erst zum vierten Mal in der 139-jährigen Turnier-Geschichte und erstmals seit 2004 Spiele am mittleren Sonntag aus. Insgesamt fünf deutsche Damen hatten den Sprung in die dritte Runde in Wimbledon geschafft, so viele wie noch nie zuvor. Doch auch für Sabine Lisicki, Anna-Lena Friedsam und Carina Witthöft kam das Aus.

          Leichtes Spiel für Serena Williams in der dritten Runde.

          Weitere Themen

          Schalke verliert und fällt zurück

          1:2 in Leverkusen : Schalke verliert und fällt zurück

          Nach sechs Spielen ohne Niederlage erwischt es die Königsblauen im Duell der Verfolger mal wieder. Alario erzielt gleich zwei Tore für Bayer Leverkusen – auch weil der Schalker Torwart danebengreift.

          Topmeldungen

          Es muss nicht die große Karriere sein: Auch im kleinen leisten viele Arbeitnehmer Heldenhaftes.

          Erfolgreich im Beruf : Verborgene Helden

          Mit Karriere verbinden wir Geld, Aufstieg und Ruhm. Erfolg und Erfüllung gibt es aber auch hinter den Kulissen. Fünf Beispiele für ein erfülltes Berufsleben.

          Parteitag in Berlin : Die Wende der SPD

          Der Parteitag in Berlin ist ein historischer Bruch für die SPD. Sie verabschiedet sich endgültig von der „neoliberalen“ Schröder-Ära durch ein Programm für einen „neuen Sozialstaat“.

          1:2 in Mönchengladbach : Die Bayern verlieren die Kontrolle und das Spiel

          Die Münchner dominieren das Topspiel zunächst nach Belieben, treffen aber das Tor nicht. Als sie es doch tun, kommt Gladbach schnell zum Ausgleich. In der Nachspielzeit überschlagen sich dann die Ereignisse.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.