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Wimbledon : Görges stürmt in die dritte Runde

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Souverän die zweite Runde überstanden: Julia Görges Bild: EPA

Jan-Lennard Struff knüpft in Wimbledon an seine mitreißenden Auftritte von Paris an und zieht in die dritte Runde ein. Julia Görges zeigt ebenfalls eine überzeugende Partie. Wimbledon-Überraschung Dominik Köpfer ist dagegen chancenlos.

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          Julia Görges ist beim Grand-Slam-Highlight in Wimbledon mit einem überzeugenden Auftritt in die dritte Runde gestürmt. Die 30-Jährige besiegte die russische Qualifikantin Warwara Flink 6:1, 6:4. Görges dominierte gegen Flink von Beginn an das Geschehen, schlug alleine im ersten Satz sieben Asse. Im zweiten Durchgang steigerte sich ihre Gegnerin deutlich, doch Görges hatte in den entscheidenden Momenten mehr spielerische Mittel zur Verfügung. Nach 73 Minuten buchte sie ihren Platz in Runde drei.

          Großer Erfolg für Jan-Lennard Struff: Einzug in die dritte Runde Bilderstrecke
          Wimbledon : Struff und Görges überzeugen

          Dort kommt es zur Neuauflage des Halbfinals des vergangenen Jahres, da Serena Williams ihre eigene Zweitrundenpartie gewann. Dabei tat sich die favorisierte Amerikanerin aber schwerer als erwartet. Drei Sätze benötigte die Nummer elf der Welt gegen Kaja Juvan aus Slowenien beim 2:6, 6:2, 6:4.

          Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff ist unterdessen auf einem guten Weg, sein bestes Wimbledon-Resultat zu übertreffen. Dank einer überzeugenden Vorstellung zog die deutsche Nummer zwei mit einem 6:4, 6:3, 5:7, 7:6 (7:2) gegen den amerikanischen Tennisprofi Taylor Fritz in die dritte Runde ein. Nach 2:15 Stunden verwandelte der Sauerländer mit einem Ass seinen ersten Matchball und stellte sein bestes Abschneiden bei dem zweiwöchigen Rasenturnier aus dem Vorjahr ein.

          Mit einem weiteren Sieg am Samstag würde der Achtelfinalteilnehmer von Paris auch in Wimbledon erstmals die zweite Woche erreichen. 2018 war Struff in der dritten Runde gegen den Schweizer Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer ausgeschieden. Diesmal sind die Chancen in einem Duell mit dem Amerikaner John Isner oder Michail Kukuschkin aus Kasachstan realistischer.

          Für Laura Siegemund ist das Wimbledon-Abenteuer dagegen beendet. Die 31-Jährige aus Metzingen verabschiedete sich trotz einer starken kämpferischen Leistung mit einem 3:6, 5:7 gegen die Tschechin Barbora Strycova. Auch für den Debütant Dominik Köpfer war in der zweiten Runde Schluss. Nachdem der Schwarzwälder in der ersten Runde überraschend gegen den favorisierten Serben Filip Krajinovic in vier Sätzen gewann, hatte er gegen den Argentinier Diego Schwartzmann beim 0:6, 3:6, 5:7 keine Chance.

          Der 29-jährige Struff knüpft dagegen momentan an seine erfolgreichen Tage auf den Sandplätzen von Paris an. Der acht Jahre jüngere Fritz war mit der Empfehlung des Turniersiegs in Eastbourne nach London gereist. Doch der Warsteiner beherrschte gegen den Amerikaner in den ersten beiden Sätzen das Geschehen.

          Immer wieder überrumpelte er seinen Kontrahenten mit seiner Vorhand, rückte geschickt ans Netz vor und konnte sich wie schon in den vergangenen Wochen meist auf seinen Aufschlag verlassen. Beim 5:5 im dritten Durchgang erlaubte sich Struff eine erste kleine Schwächephase, ermöglichte Fritz mit einem Doppelfehler das Break und leitete so den Satzverlust ein. Im Tiebreak des vierten Satzes war der Deutsche dann der bessere Spieler. 22 Asse und 66 direkte Gewinnschläge dokumentierten am Ende seine ansprechende Form.

          Seit Monaten tritt der junge Vater eines kleinen Sohnes mit einer solchen Konstanz auf, für die er zuvor nicht bekannt war. Bei den French Open in Paris hatte er zuletzt erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier die Runde der besten 16 erreicht. „Solche Erfolge wie in Paris möchte man mehr haben. Ich versuche, mich davon tragen zu lassen“, sagte die Nummer 33 der Tennis-Welt.

          Murrays erfolgreiches Comeback

          Der zweimalige Olympiasieger Andy Murray ist bei seinem Wimbledon-Comeback im Doppel gemeinsam mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert in die zweite Runde eingezogen. Das Duo setzte sich gegen Marius Copil/Ugo Humbert (Rumänien/Frankreich) 4:6, 6:1, 6:4, 6:0 durch. In Runde zwei erwartet Murray/Herbert nun das an Nummer sechs gesetzte kroatische Doppel Nikola Mektic/Franko Skugor. Murray, der vor vier Monaten zum zweiten Mal an der Hüfte operiert worden war, ist erstmals seit 2005 im Doppel in Wimbledon am Start. Das Vorbereitungsturnier im Londoner Queens Club hatte er gemeinsam mit Feliciano Lopez (Spanien) gewonnen. Zusätzlich bestreitet er bei seiner Rückkehr den Mixed-Wettbewerb an der Seite der 23-maligen Grand-Slam-Siegerin Serena Williams (Amerika). In Runde eins trifft das Star-Duo auf den deutschen Doppel-Champion der French Open, Andreas Mies, der zusammen mit der Chilenin Alexa Guarachi antritt. (sid)

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