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Wimbledon : Djokovic stürmt ins Halbfinale

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Sprintete ins Halbfinale: Becker-Schützling Novak Djokovic. Bild: AP

Wie sein Trainer Boris Becker darf auch Novak Djokovic weiter vom dritten Titel beim wichtigsten Tennisturnier der Welt träumen: In fünf Sätzen schlägt er den Kroaten Marin Cilic.

          Mit einem Jubiläumssieg gegen den Kroaten Marin Cilic ist Boris-Becker-Schützling Novak Djokovic in das Wimbledon-Halbfinale gestürmt und darf genau wie sein Trainer vom dritten Titel beim wichtigsten Tennisturnier der Welt träumen. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft Djokovic nach seinem 50. Sieg in Wimbledon und dem 650. Erfolg auf der Tour am Freitag überraschenderweise auf Richard Gasquet. Der Franzose vereitelte am Mittwoch ebenfalls über fünf Sätze durch ein 6:4, 4:6, 3:6, 6:4, 11:9 gegen den Schweizer Stan Wawrinka eine Neuauflage des French-Open-Endspiels.

          Wawrinka und Gasquet hatten sich eine packende Auseinandersetzung geliefert und wurden von den stehenden Zuschauern nach 3:28 Stunden mit lautstarkem Applaus verabschiedet. „Das ist ein unglaublicher Sieg für mich. Ich wollte unbedingt gewinnen und habe gekämpft und gekämpft“, sagte Gasquet nach seinem ersten Halbfinal-Einzug in Wimbledon seit 2007.

          Nach einem mehrstündigen Geduldsspiel und zwei Regenunterbrechungen hatten Roger Federer und Andy Murray am Nachmittag den Halbfinal-Gipfel in Wimbledon perfekt gemacht. Federer ließ dem Franzosen Gilles Simon am Mittwoch bei seinem 6:3, 7:5, 6:2-Erfolg keine Chance. Nach nur 95 Minuten Spielzeit zog der 33 Jahre alte Schweizer zum zehnten Mal in das Halbfinale beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt ein. Dort trifft der 17-malige Grand-Slam-Champion am Freitag auf den Olympiasieger und Titelträger von 2013. Murray feierte mit dem 6:4, 7:5, 6:4-Erfolg gegen Vasek Pospisil aus Kanada seinen 150. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier.

          Vor den Augen von Prinz William, dessen Frau Kate und dem ehemaligen englischen Fußball-Nationalspieler David Beckham verwandelte der 28 Jahre alte Schotte nach 2:13 Stunden seinen zweiten Matchball und ließ sich von den begeisterten Zuschauern auf dem Centre Court feiern. „Ich hoffe, dass wir am Freitag ein gutes Match sehen werden“, sagte Murray mit Blick auf das spannungsgeladene Duell mit Federer. 12:11 führt der Schweizer noch im direkten Vergleich.

          Der doppelte Zwillingspapa war mit seiner Viertelfinal-Schicht deutlich schneller fertig. „Es ist nie leicht mit diesem Stop and Go. Du weißt nie, wann es weitergeht. Aber die Pausen haben mir mehr geholfen als mich behindert. Ich bin mit den Bedingungen ganz gut zurechtgekommen“, sagte Federer beim Verlassen von Court 1, der im Gegensatz zum Centre Court nicht über ein Dach verfügt und deshalb den Launen des wechselhaften englischen Wetters ausgesetzt war.

          Beim Stand von 3:0 im ersten Satz mussten Federer und Simon zum ersten Mal in die Umkleidekabinen, im zweiten Durchgang wiederholte sich das Schauspiel bei 6:3, 6:5 noch einmal. Doch Federer schienen die Pausen völlig egal zu sein. Nach der zweiten Unterbrechung eröffnete er das Match mit zwei Assen und einem Aufschlag-Winner zum 7:5. Dann gelang ihm zu Beginn des dritten Satzes das Break zum 1:0.

          In seinem insgesamt 37. Semifinale bei einem Grand-Slam-Turnier kommt es nun also zum Kräftemessen mit Murray. Ziel seiner Träume ist aber ein zehntes Wimbledon-Endspiel am Sonntag auf dem Centre Court und ein möglicher achter Triumph auf dem berühmten Rasen. So oft hat noch nie jemand das älteste Tennisturnier der Welt gewonnen.

          Auf Rekordjagd ist auch Serena Williams in der Damen-Konkurrenz. Die 33 Jahre alte Amerikanerin trifft am Donnerstag im Halbfinale auf Maria Scharapowa und will ihre schier unglaubliche Siegesserie gegen die Russin ausbauen. 17:2 führt Williams im direkten Vergleich mit der 28-Jährigen. „Es ist jedes Mal wieder ein neues Match. Ich hatte gegen sie nicht allzu großen Erfolg zuletzt, das stimmt. Das würde ich gerne ändern“, sagte Scharapowa. Einer ihrer zwei Erfolge gelang der aktuellen Nummer vier der Welt 2004 im Finale von Wimbledon.

          Die 20-malige Grand-Slam-Siegerin Williams aber will nach ihren Triumphen bei den US Open 2014 sowie den Australian und French Open in diesem Jahr den Serena-Slam perfekt machen und jahresübergreifend alle vier Majors nacheinander für sich entscheiden. Zudem würde sie ihre Chance wahren, den echten Grand Slam mit vier Titeln in einem Kalenderjahr zu schaffen. Von der Jagd auf die 22 Grand-Slam-Titel von Rekordsiegerin Steffi Graf ganz zu schweigen.

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