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Zverevs erste Krise : Willkommen im wahren Leben

  • -Aktualisiert am

Aus in der ersten Runde: Alexander Zverev scheitert in Wimbledon. Bild: AP

Das kuschelige Erfolgskonzept von Alexander Zverev begann zu kriseln, als der kleine Tennis-Prinz entdeckte, dass er einen eigenen Kopf besitzt. Nun sollte er ihn auch zum logischen Denken nutzen. Gelingt es ihm, wird er gestärkt aus der Krise hervorgehen.

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          Alexander Zverev steht an jenem Punkt seines Lebens, an dem jeder Mensch einmal anlangt: Er muss erwachsen werden, die Verantwortung für sich selbst übernehmen. Das ist für Spitzensportler eine noch unbequemere und bisweilen schmerzhaftere Herausforderung als für die meisten anderen Heranwachsenden. Zum einen stehen sie im Fokus der Öffentlichkeit, zum anderen sind sie es in einem extremen Ausmaß gewöhnt, dass ihnen alles abgenommen wird auf dem Weg zu einer millionenschweren Karriere.

          Das gilt auch für den 22 Jahre alten Tennisprofi aus Hamburg, der am Montag in Wimbledon in der ersten Runde scheiterte. Seitdem er zehn Jahre alt ist, bereitet ihn seine Familie darauf vor, einmal ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen und die Nummer eins der Tennis-Welt zu werden. Dabei ist er schon ziemlich weit gekommen, er triumphierte im vergangenen Dezember im ATP-Finale über Novak Djokovic und stieß in der Weltrangliste bis auf Platz drei vor. Ein Ausdruck seines Talentes und der Kompetenz und Fürsorge seines Vaters Alexander senior, seiner Mutter Irina und seines älteren Bruders Mischa, die alle drei ebenfalls Tennisprofis waren oder noch sind. Der Patriarch Alexander senior holte zudem Experten ins Team, die Aufgaben übernahmen, die die Familie nicht leisten konnte: Management und Fitness.

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