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Tennis in Wimbledon : Venus Williams gewinnt 100. Wimbledon-Match

  • Aktualisiert am

Venus Williams gewinnt gegen Jelena Ostapenko und damit ihr 100. Wimbledon-Match. Bild: AFP

Mit einem Tag Verspätung gelingt Novak Djokovic der Einzug ins Viertelfinale in Wimbledon. Bei den Damen sorgen die Kerber-Bezwingerin und die mit Abstand älteste Spielerin weiter für Furore.

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          Die Slowakin Magdalena Rybarikova ist als letzte Tennisspielerin in das Wimbledon-Halbfinale eingezogen. Die 28-Jährige gewann am Dienstag gegen Coco Vandeweghe aus Amerika 6:3, 6:3 und trifft am Donnerstag auf Garbiñe Muguruza. Die Spanierin behielt einen Tag nach ihrem Sieg gegen die Kielerin Angelique Kerber über die Russin Swetlana Kusnezowa mit 6:3, 6:4 die Oberhand. Das andere Halbfinale bei dem Grand-Slam-Turnier in London bestreiten Venus Williams aus den Vereinigten Staaten und die Britin Johanna Konta.

          Die Tschechin Karolina Pliskova löst Angelique Kerber als Nummer eins im Damen-Tennis ab. Weil die Rumänin Simona Halep im Viertelfinale von Wimbledon ausschied, wird Pliskova am kommenden Montag Platz eins der Weltrangliste übernehmen. Halep musste sich am Dienstag der Britin Johanna Konta 7:6 (7:2), 6:7 (5:7), 4:6 geschlagen geben und verpasste den Sprung auf die Spitzenposition.

          Die Vorjahresfinalistin Kerber war tags zuvor im Achtelfinale gegen die Spanierin Garbiñe Muguruza ausgeschieden und verlor daher wertvolle Punkte im Ranking. Die 25 Jahre alte Pliskova scheiterte in London zwar schon in der zweiten Runde, hatte aber aus dem Vorjahr kaum Punkte zu verteidigen und schiebt sich daher nach der komplizierten Weltranglisten-Arithmetik auf Platz eins.

          Als Konta nach 2:38 Stunden unter dem wegen Dauerregens geschlossenen Dach des Center Courts den größten Erfolg ihrer Karriere perfekt machte, erhoben sich die Zuschauer und feierten die erste britische Tennisspielerin im Wimbledon-Halbfinale seit Virginia Wade im Jahr 1978. „Es ist ein bisschen surreal“, sagte Konta. Im Halbfinale am Donnerstag wartet die fünfmalige Wimbledonsiegerin Venus Williams.

          Große Freude bei Novak Djokovic nach dem Einzug ins Viertelfinale von Wimbledon.
          Große Freude bei Novak Djokovic nach dem Einzug ins Viertelfinale von Wimbledon. : Bild: AFP

          Die 37-Jährige warf in ihrem 100. Einzel-Match in Wimbledon die 17 Jahre jüngere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko aus Lettland mit 6:3, 7:5 aus dem Turnier. 20 Jahre nach ihrem Debüt im Jahr 1997 steht die ältere der beiden Williams-Schwestern bei ihrem 20. Start an der Church Road zum zehnten Mal im Halbfinale. Nur 2013 fehlte sie verletzt. „Ich liebe dieses Spiel. Deshalb investiere ich Zeit und Energie“, sagte Venus Williams am Dienstag.

          Zu den Rasenplätzen im Südwesten Londons hatte die siebenmalige Grand-Slam-Turniersiegerin schon immer eine besondere Beziehung. Doch dass sie es in diesem Jahr nach der bedrückenden Vorgeschichte mit ihrer Beteiligung an einem tödlichen Autounfall erneut in die Vorschlussrunde schaffen würde, war auch nach ihrem emotionalen Ausbruch zu Beginn nicht zu erwarten. Als sie nach ihrem Erstrundensieg zu dem Unfall vor einigen Wochen befragt wurde, fing sie an zu weinen, die Pressekonferenz musste unterbrochen werden. Seitdem sind nur noch Fragen zum sportlichen Geschehen zugelassen.

          Federer gegen Raonic, Berdych gegen Djokovic

          In der Herren-Konkurrenz komplettierte Novak Djokovic am Tag nach dem spektakulären Fünf-Satz-Scheitern von French-Open-Champion Rafael Nadal das Viertelfinale. Der 30 Jahre alte Serbe setzte sich gegen den Franzosen Adrian Mannarino 6:2, 7:6 (7:5), 6:4 durch und trifft nun am Mittwoch im Viertelfinale auf den Tschechen Tomas Berdych.

          Der siebenmalige Wimbledon-Champion Roger Federer bekommt es in einer Neuauflage des Vorjahres-Halbfinales mit Milos Raonic zu tun. Im Halbfinale könnte es zum Kräftemessen mit Djokovic kommen, nur das von vielen erhoffte und zum Traumfinale erkorene Endspiel gegen Nadal wird es auf keinen Fall mehr geben. Fast fünf Stunden lang standen sich der Wimbledon-Champion von 2008 und 2010 und der 34 Jahre alte Luxemburger Gilles Muller am Montag gegenüber und boten das bislang faszinierendste und aufregendste Spektakel im Wimbledon-Sommer 2017.

          Vier Stunden und 48 Minuten waren gespielt, als der zweifache Familienvater aus Leudelange seinen fünften Matchball zum 6:3, 6:4, 3:6, 4:6, 15:13 verwertete. Nadal jedoch zeigte in der Niederlage die wahre Größe eines Champions. „Im fünften Satz hatte er mehr Chancen als ich, darum hat er den Sieg wahrscheinlich auch mehr verdient“, sagte der 31 Jahre alte Spanier. Von den Fans gefeiert wurde er vor allem für eine Geste danach: Beim Verlassen des Platzes, im schweren Moment des frühen Wimbledon-Scheiterns, wartete er auf Muller, ging ein paar Schritte mit seinem Bezwinger und schrieb noch Autogramme.

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