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Wimbledon-Überraschung : Der ziemlich krumme Weg des Dominik Köpfer

  • -Aktualisiert am

Als wäre es ganz selbstverständlich: Dominik Köpfer in Wimbledon Bild: Imago

Das Abenteuer Profitennis führt einen bulligen Schwarzwälder in die zweite Runde von Wimbledon. Der Weg dorthin war kompliziert für Dominik Köpfer. Eine besondere Freizeitbeschäftigung half ihm dabei sehr.

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          Dominik Köpfer steht in der zweiten Runde der All England Championships in Wimbledon! Doch, doch, die Frage ist erlaubt: Dominik wer? Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber kennt jeder, der schon mal etwas von Tennis gehört hat, Peter Gojowczyk und Cedrik-Marcel Stebe haben durch erfolgreiche Auftritte im Davis Cup zumindest schon mal kurz auf sich aufmerksam gemacht – aber ihnen allen gelang nicht, was von den deutschen Tennisprofis außer Jan-Lennard Struff nur der 25 Jahre alte Nobody aus dem Schwarzwald schaffte – in diesem Jahr das Auftaktspiel auf dem heiligen Rasen im Südwesten Londons zu überstehen. Als Dominik Köpfer den Matchball zum 6:3, 4:6, 7:6 (11:9), 6:1 über den favorisierten Serben Filip Krajinovic verwandelt hatte, tat er so, als wäre es das Selbstverständlichste in der Tennis-Welt gewesen. Ein kurzes Lächeln, ein genauso kurzes Ballen der Faust, dann ging er ans Netz, um dem 51. der Weltrangliste die Hand zu schütteln.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Dabei hatte er zwei Wochen zuvor noch nicht einmal daran geglaubt, in Wimbledon seine Premiere im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turnieres bestreiten zu dürfen. Bei seinen Versuchen zuvor war Köpfer jeweils in der Qualifikation gescheitert. Diesmal konnte er sich die Tortur ersparen, weil er ausgerechnet in Ilkley sein erstes Turnier der zweitklassigen Challenger-Tour gewann, wo der Sieg mit einer Wildcard für die erste Runde in Wimbledon versüßt wird. 7:5 im Tie-Break des Entscheidungssatzes setzte sich der Linkshänder gegen den Österreicher Dennis Novak durch, was 50.000 Euro wert war. So viel verdient der Erstrundenverlierer in Wimbledon. Durch seinen Sieg über Krajinovic kamen noch einmal 30.000 Euro hinzu. „Damit sind die nächsten anderthalb Jahre Profitennis gesichert“, beantwortete Köpfer die Frage, was er mit dem Geldsegen anstellen werde. „Es gibt keine größere Anschaffung, ich werde jetzt jede Woche einen Trainer zu den Turnieren mitnehmen und mir ab und zu einen Physiotherapeuten leisten.“

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