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Rasenturnier in Halle : Rubljow und Humbert kämpfen um Tennis-Titel

  • Aktualisiert am

Ugo Humbert steht in Halle in Westfalen im Finale. Bild: AFP

Vor Wimbledon kommt es im westfälischen Halle zum Überraschungsfinale. Die deutsche Nummer eins Alexander Zverev könnte sich damit trösten, dass er gegen einen späteren Endspiel-Teilnehmer verloren hat.

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          Andrej Rubljow oder Ugo Humbert kann sich beim Rasen-Tennisturnier im westfälischen Halle zum Nachfolger von Roger Federer küren. Zwei Jahre nach dem zehnten Titelgewinn des Topstars ins Halle bestreiten der russische Top-Ten-Spieler und der französische Außenseiter am Sonntag das Überraschungs-Endspiel. Der an Position vier gesetzte Rubljow setzte sich am Samstag im Halbfinale gegen den Georgier Nikolos Bassilaschwili mit 6:1, 3:6, 6:3 durch. Der ungesetzte Humbert rang anschließend Felix Auger-Aliassime aus Kanada 6:4, 3:6, 7:6 (7:5) nieder.

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          Der Weltranglisten-31. Humbert führte nach dem gewonnenen ersten im zweiten Satz bereits mit einem Break, musste dann aber noch in den entscheidenden dritten Durchgang. Dort vergab er die ersten beiden Matchbälle bereits bei 5:4, ehe er nach 2:33 Stunden im Tiebreak seinen fünften Matchball nutzte. In der vergangenen Woche in Stuttgart hatte der 22-jährige Humbert noch gegen den späteren Finalisten Auger-Aliassime knapp verloren.

          Der ein Jahr ältere Rubljow dominierte sein Halbfinale gegen Bassilaschwili zunächst klar. Bassilaschwili gestaltete die Partie erst ausgeglichener, nachdem er sich bei 1:5 im ersten Satz aus seiner Sicht am rechten Bein behandeln lassen hatte. Der Weltranglisten-Siebte Rubljow geht als Favorit ins Endspiel. Abgesehen von ihm waren alle gesetzten Spieler früh ausgeschieden.

          Im Viertelfinale war der Russe auch für Philipp Kohlschreiber als letztem deutschen Teilnehmer zu stark gewesen. Die deutsche Nummer eins Alexander Zverev hatte im Achtelfinale gegen Humbert verloren. Der Halle-Rekordsieger Federer war überraschend gegen Auger-Aliassime ausgeschieden und hatte damit einen Rückschlag in der Vorbereitung auf Wimbledon hinnehmen müssen.

          Belinda Bencic aus der Schweiz und die Qualifikantin Ludmilla Samsonowa aus Russland bestreiten am Sonntag das Finale des Rasentennis-Turniers in Berlin. Die 24-jährige Bencic setzte sich im ersten Halbfinale 7:5, 6:4 gegen Alizé Cornet aus Frankreich durch. Samsonowa bezwang die ehemalige Weltranglisten-Erste Viktoria Azarenka aus Belarus in nur 65 Minuten 6:4, 6:2.

          Samsonowa, die auf Platz 106 der Weltrangliste steht, ließ der Favoritin keine Chance und zog in ihr erstes WTA-Turnierfinale ein. „Es ist unglaublich, ich kann nicht glauben, was mir gelungen ist. Ich habe immer davon geträumt, ein Turnier so zu spielen“, sagte die 22-Jährige. Vor allem Samsonowas harte Aufschläge von beständig 180 bis 190 km/h hinterließen bei Azarenka Spuren. Nun freut sich die Senkrechtstarterin auf das Endspiel. „Ich habe nie gegen Belinda gespielt. Das wird hart. Ich werde wieder mein Bestes versuchen“, sagte die Russin.

          Bencic dagegen haderte trotz ihres Sieges mit ihrer Leistung. „Im zweiten Satz habe ich total meinen Rhythmus verloren, aber dennoch gewonnen. Ich neige immer zu Dramen auf dem Platz“, sagte die Nummer fünf der Setzliste mit einem Augenzwinkern: „Das passt mir nicht, aber ich denke, die Zuschauer mögen das.“

          Als die Weltranglisten-Zwölfte mutiger wurde, konnte Cornet nicht mehr kontern. „Gegen Alizé gibt es immer lange Ballwechsel, das mag sie. Daher musste ich aggressiver und offensiver sein als sie, das war der Unterschied heute“, sagte Bencic. Sie kann am Sonntag ihren fünften Titel auf der WTA-Tour holen.

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