https://www.faz.net/-gtl-acu8a

Nach Rafael Nadal : Auch Naomi Osaka verzichtet auf Wimbledon

  • Aktualisiert am

Naomi Osaka in einem Archivbild von 2019. Die 23-Jährige wird nicht in Wimbledon spielen. Bild: AFP

Tennis-Star Naomi Osaka wird nicht in Wimbledon spielen. Die 23 Jahre alte Japanerin hatte jüngst enthüllt, dass sie unter Depressionen leidet. Bei den Olympischen Spielen in ihrem Heimatland wolle sie aber antreten.

          2 Min.

          Tennis-Star Naomi Osaka wird nicht in Wimbledon spielen. Sie wolle sich Zeit für Freude und Familie nehmen, hieß es am Donnerstag in einem Statement ihres Agenten Stuart Duguid. Osaka hatte zuletzt bei den French Open in Paris vor ihrem Zweitrunden-Spiel aufgegeben und danach öffentlich gemacht, dass sie immer wieder unter Depressionen leide.

          Vorangegangen war ein Streit um einen Medien-Boykott Osakas, den sie kurz vor Beginn der French Open angekündigt hatte, um auf die mentale Gesundheit von Sportlerinnen und Sportlern aufmerksam zu machen. Die Turnier-Verantwortlichen in Paris drohten der Japanerin daraufhin mit dem Ausschluss, sollte sie ihren Medienverpflichtungen nicht nachkommen.

          Nadal und Thiem nicht bei Olympia

          Als Konsequenz trat Osaka nicht zu ihrem Zweitrundenmatch an und sprach offen Probleme mit Depressionen an. Auch ihre Teilnahme am derzeit laufenden Rasenturnier in Berlin hatte sie im Anschluss zurückgezogen. Osaka kündigte an, bereit für die Olympischen Spiele zu sein. Sie freue sich darauf, vor den heimischen Fans zu spielen.

          Zuvor hatte Rafael Nadal angekündigt, auf den  Rasenklassiker in Wimbledon zu verzichten. Nadal (35) gab körperliche Beschwerden als Grund an. Der spanische Grand-Slam-Rekordsieger wird zudem auch bei Olympia in Tokio nicht antreten.

          Auch Dominic Thiem gab am Donnerstag bekannt, dass er nicht an den Spielen teilnehmen wird. „Ich fühle mich nicht bereit, mein Bestes in Tokio zu geben“. Auf Instagram schrieb Weltranglistenfünfte aus Österreich: „Für mich, wie für alle Athleten, ist es eine große Ehre, an den Olympischen Spielen teilzunehmen und mein Land zu vertreten. Das macht die Entscheidung umso schwerer.“

          Sandplatzkönig Nadal war am vergangenen Freitag im Halbfinale der French Open am späteren Turniersieger Novak Djokovic gescheitert. Damit seien für ihn „zwei Monate großer Anstrengungen“ zu Ende gegangen, betonte Nadal. Dass wegen der Verschiebung von Roland Garros diesmal nur zwei Wochen Pause bis Wimbledon blieben, habe es seinem Körper „nicht leichter gemacht, sich nach der immer anspruchsvollen Sandplatzsaison zu erholen“. Nadal hatte in Wimbledon 2008 und 2010 triumphiert.

          Nadal bedauerte vor allem seinen Verzicht auf die Olympischen Spiele. Sie hätten ihm „immer viel bedeutet“ und „Priorität“ in seinem Sportleben genossen. Er habe dabei immer den „Spirit gefunden, den jeder Sportler auf der Welt leben möchte“. Nadal nahm an drei Olympischen Spielen teil, 2008 in Peking gewann er Gold im Einzel, 2016 in Rio de Janeiro trug er bei der Eröffnungsfeier die spanische Fahne, „eine Ehre“, wie er schrieb.

          An ein Ende seiner Karriere denkt der 35-Jährige allerdings nicht. Seine Entscheidung zum Verzicht auf Wimbledon und Olympia sei „mittel- und langfristig“ zu sehen. Es sei vielmehr sein „Ziel, meine Karriere zu verlängern und weiterhin das zu tun, was mich glücklich macht, nämlich auf höchstem Niveau zu konkurrieren und weiterhin auf höchstem Niveau für diese beruflichen und persönlichen Ziele zu kämpfen“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Lionel Messi war im Jahr 2000 nach Barcelona gekommen – nun verlässt er den Klub.

          Messi verlässt Spanien : Der große Knall

          Der argentinische Superstar verlässt den FC Barcelona, für den er mehr als zwei Jahrzehnte gespielt hat. In Spanien wird nun darüber spekuliert, wohin es Lionel Messi ziehen könnte.
          Der Impfschutz kann nach einigen Monaten nachlassen.

          Auffrischungsimpfungen : So wollen die Länder den Corona-Booster zünden

          Weil unklar ist, wie lange sich Geimpfte vor Corona in Sicherheit wiegen können, gibt es bald die dritte Spritze. Impfteams schwärmen wieder aus, die Arztpraxen übernehmen den Rest – doch wie genau soll die dritte Impf-Welle anrollen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.