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Mixed mit Andy Murray : Eine Girlande für Serena Williams

  • -Aktualisiert am

Serena Williams (links) und Andy Murray machen in Wimbledon gemeinsame Sache. Bild: AP

Andreas Mies und seine Mixed-Partnerin aus Chile schwärmen – obwohl sie in Wimbledon verlieren. Das liegt am prominenten Gegner. Es ist ein unvergessliches Spiel gegen Serena Williams und Andy Murray.

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          Es war ein schönes Bild, mit dem sich die erste Woche in Wimbledon verabschiedete: Arm in Arm schlenderten Andreas Mies und seine Partnerin Alexa Guarachi durch den Flur, und sie versicherten sich noch mal gegenseitig, wie schön das alles gewesen sei. Natürlich hätten sie beim ersten gemeinsamen Auftritt im gemischten Doppel lieber weniger deutlich verloren als 4:6, 1:6. Aber das prickelnde Erlebnis, auf Wimbledons Centre Court gegen Serena Williams und Andy Murray spielen zu dürfen, überwog bei weitem. Lächelnd hatten sie den Platz zusammen mit den berühmten Gegnern betreten, und das Lächeln war bis zum Ende nicht verschwunden.

          So eine Gelegenheit gebe es nur einmal im Leben, meinte die chilenische Partnerin des Kölners Mies, und der schwärmte hinterher, es sei noch besser gewesen als gedacht. Nach seinem Sieg im Doppel mit Kevin Krawietz bei den French Open in Paris hatte sie ihn über Instagram gefragt, ob er Lust habe, in Wimbledon mit ihr Mixed zu spielen, und nachdem Mies die Feierlichkeiten der großen Ereignisse in Paris überstanden hatte, sagte er ja. Als Mitte der ersten Woche in Wimbledon bekannt wurde, dass Serena Williams und Murray mitspielen würden, dachten sie, wie toll es wäre, gegen die beiden spielen zu dürfen – die Auslosung erfüllte ihren Wunsch, und so wurde es ein unvergessliches Spiel. Die schönste Niederlage, wenn es so etwas geben kann.

          Die Stars auf der anderen Seite amüsierten sich auch, wenn auch auf einer etwas höheren Ebene. Murray, der nach seiner Hüft-Operation noch nicht wieder fit für einen Einsatz im Einzel ist, erhofft sich aus seinen Spielen im Doppel – der Wettbewerb ist für ihn nach einer Niederlage beendet – und Mixed Erkenntnisse, Serena Williams ist nach einigen Monaten mit wenigen Spielen auch an Matchpraxis mit einem erstklassigen Partner interessiert. Murray gab zu, am Anfang habe er ein wenig unter Druck gestanden, denn schließlich sei es um den Sieg gegangen, doch dann habe es großen Spaß gemacht. Und er flocht der Partnerin eine Girlande, als er sagte, es sei wirklich eindrucksvoll, wenn jemand wie Serena Williams nach all den Siegen in so vielen Jahren noch immer hungrig nach Erfolgen sei, abends um acht oder wann auch immer.

          Ob es die Amerikanerin und der Brite drauf haben, am Ende den Titel zu gewinnen? „Ich habe zum ersten Mal Mixed gespielt heute“, sagte Alexa Guarachi, „ich weiß nicht, wie gut sie tatsächlich waren.“ Aber dieses bemerkenswerte Spiel zum Abschluss der ersten Woche des Wimbledon-Turniers vor voll besetzten Rängen zeigte auch, welche Rolle das gemischte Doppel ganz generell spielen kann, wenn die Besten daran beteiligt sind. Ähnliche Eindrücke gab es in diesem und in den vergangenen Jahren schon beim Hopman-Cup in Perth, als Belinda Bencic und Roger Federer zur Begeisterung des Publikums gegen Angelique Kerber und Alexander Zverev spielten. Und mit genauso großer Begeisterung wird das Publikum in Wimbledon jetzt den weiteren Weg von „SerAndy“ verfolgen.

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