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Wimbledon : Kerber dominant gegen Mladenovic

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Angelique Kerber freut sich über ihren Sieg gegen Kristina Mladenovic. Bild: Reuters

Im Eiltempo hat Angelique Kerber beim Rasen-Klassiker in Wimbledon gegen Kristina Mladenovic gewonnen. Auch in knappen Situationen zeigte sie ihre Klasse.

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          Mit einem glücklichen Lächeln warf Angelique Kerber ihr weißes Handtuch ins Publikum. Im Eiltempo hatte die Siegerin von 2018 ihre Auftaktaufgabe beim geliebten Rasen-Klassiker in Wimbledon gemeistert und sich in starker Frühform präsentiert. Beim 6:0, 7:5 deklassierte Kerber am Montag die Französin Kristina Mladenovic zu Beginn und meisterte im zweiten Satz auch knappe Situationen.

          „Ich habe vom ersten Punkt an gut gespielt, aber Kristina hat dann ihren Rhythmus gefunden. Ich musste ruhig bleiben und dann mein bestes Tennis spielen. Ich bin froh, weiter zu sein“, sagte die 34 Jahre alte Kielerin.

          Nach nur 62 Minuten krönte Kerber die starken Auftritte mehrerer deutscher Tennisprofis zum Turnierstart. Jan-Lennard Struff verpasste einen Erstrunden-Coup gegen den spanischen Jungstar Carlos Alcaraz in fünf Sätzen nur knapp, Jule Niemeier und Maximilian Marterer feierten ihre Premierensiege in Wimbledon.

          Bereits der 37. Erfolg

          Für die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Kerber war es an ihrem selbst titulierten „magischen Ort“ an der legendären Church Road hingegen schon der 37. Erfolg - und ein besonderer. Bei ihrer 14. Wimbledon-Teilnahme gelang ihr erst zum vierten Mal ein Satzgewinn ohne eigenen Spielverlust.

          Erst in dem umkämpfteren zweiten Durchgang wurde Kerber so richtig gefordert, zeigte in den entscheidenden Situationen aber ihre Klasse und schaffte das entscheidende Break zum 6:5. Mit einer Rückhand verwandelte sie ihren Matchball. In der nächsten Runde trifft die Halbfinalistin des Vorjahres auf Magda Linette aus Polen und ist ebenfalls favorisiert.

          Kurz vor dem Auftritt von Kerber auf Court 1 verabschiedeten die Zuschauer Struff unter dem geschlossenen Dach des zweitgrößten Stadions mit donnerndem Applaus. Trotz großen Kampfs musste sich der 32-jährige Warsteiner nach 4:10 Stunden mit 6:4, 5:7, 6:4, 6:7 (3:7), 4:6 geschlagen geben und klopfte dem Weltranglisten-Siebten anerkennend auf den Rücken.

          Struff kassierte im fünften Satz das entscheidende Break zum 4:5, der an Nummer fünf gesetzte Alcaraz verwandelte wenig später seinen zweiten Matchball. „Er hat sehr gut gespielt“, lobte Alcaraz seinen Kontrahenten. Struff hatte das Wunderkind vergangenes Jahr in der ersten Runde der French Open noch bezwungen. Der 19 Jahre alte Spanier hat nach allein vier Turniersiegen in diesem Jahr aber einen ganz anderen Status und liegt derzeit auf Weltranglistenplatz sieben.

          Die 22 Jahre alte Niemeier setzte sich nach nur 73 Minuten mit 6:1, 6:4 gegen die Chinesin Xiyu Wang durch und feierte damit ihren ersten Sieg überhaupt bei einem Grand-Slam-Turnier. „Ich bin extrem glücklich mit meiner Performance heute, weil ich sehr gut gespielt habe von Anfang bis Ende“, sagte die Dortmunderin. Niemeier steht nun vor einer äußerst schweren Aufgabe und trifft auf die an Nummer zwei gesetzte Estin Anett Kontaveit.

          Maximilian Marterer jubelt nach dem Matchgewinn.
          Maximilian Marterer jubelt nach dem Matchgewinn. : Bild: dpa

          Marterer bezwang den Slowenen Aljaz Bedene nach 3:04 Sunden mit 4:6, 7:5, 6:4, 7:5 und ließ sich dabei auch von zwei längeren Regenpausen nicht aus dem Konzept bringen. „Das fühlt sich unglaublich an, da hätte ich vor dem Turnier nicht mit gerechnet“, sagte der Nürnberger, der sich durch die Qualifikation gekämpft hatte. Marterer gelang bei seiner zweiten Hauptrunden-Teilnahme der erste Sieg in Wimbledon, er bekommt es nun mit Frances Tiafoe aus den USA zu tun.

          Oscar Otte hat das einzige deutsche Duell zum Wimbledon-Auftakt klar für sich entschieden. Der 28 Jahre alte Kölner setzte sich in 77 Minuten mit 6:1, 6:2, 6:1 gegen den Münchner Peter Gojowczyk durch und erreichte mühelos die zweite Runde. Otte ist in Abwesenheit des verletzt fehlenden Olympiasiegers Alexander Zverev beim Rasen-Klassiker die deutsche Nummer eins bei den Herren und erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier gesetzt. Er trifft nun auf den Briten Jay Clarke oder Christian Harrison aus den USA.

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