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Andrea Petkovic : Voller Fokus Wimbledon

  • -Aktualisiert am

Faire Verliererin: Andrea Petkovic gratuliert Amanda Anisimova. Bild: dpa

Mit einer desillusionierenden Niederlage scheidet Andrea Petkovic beim Tennisturnier in Bad Homburg aus. Dass sie dieser Fehlschlag beim „Heimspiel“ schmerzt, verdeutlichen Körpersprache und Wortwahl.

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          Das Publikum bei den Bad Homburg Open, das den ganzen Tag ausgeharrt hatte und sich auch nicht zu einem vorzeitigen Abgang entschied, als die anhaltenden Regengüsse es unvorhersehbar machten, wann wieder gespielt werden kann, besaß ein gutes Gespür, wie sich der Ausklang des Tages versöhnlich gestalten ließ: Kurz bevor die Dunkelheit über dem Kurpark hereinbrach, wurde die Siegerin Amanda Anisimova mit anerkennendem Applaus für ihren Auftritt verabschiedet.

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          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Aber auch die Verliererin, Andrea Petkovic, erhielt bei ihrem Rückzug bestärkenden Beifall, der ihr trotz einer desillusionierenden Niederlage Mut machen sollte für das, was nun als Nächstes in London an Aufgaben ansteht – und sicherlich nicht einfacher wird. Die Darmstädterin unterlag 1:6, 5:7 und verpasste damit den Einzug ins Viertelfinale, was ein schöner Achtungserfolg gewesen wäre, um mit frischem Selbstvertrauen Richtung England aufzubrechen.

          Doch Andrea Petkovic traf am Dienstagabend auf eine Gegnerin, die ihr in allen Belangen überlegen war und stets die richtig Antwort parat hatte, um das Timing so zu bestimmen, dass der Südhessin die Grenzen ihrer Möglichkeiten schonungslos aufgezeigt wurden. Der erste Satz dauerte gerade einmal 24 Minten. Im zweiten Durchgang sah es zunächst nach einer ebenso eindeutigen Angelegenheit aus, ehe Petkovic beim Stand von 2:4 Durchhaltevermögen zeigte und drei Spiele in Serie gewann.

          „Nicht viel Positives“

          Doch ihr Glück war nur von kurzer Dauer, denn Anisimova brachte zunächst ihre Aufschläge wieder mit Wucht durch, zog das Tempo wieder an, plazierte die Bälle druckvoll in die Ecken des Platzes, nahm Petkovic dann das Service ab und vollendete ihr Werk nach etwas mehr als einer Stunde. Sie könne, räumte Andrea Petkovic, die an guten Tagen in ihrem Mitteilungsbedürfnis nur schwer zu bremsen ist, hinterher ausgesprochen schmallippig ein, „nicht viel Positives“ aus dieser Vorstellung mitnehmen. Allenfalls habe sie „gut gekämpft und nicht aufgegeben“.

          Dass sie dieser Fehlschlag bei ihrem „Heimspiel“ schmerzte, verdeutlichten Körpersprache und Wortwahl: „Wenn wir Tennisspieler uns über jede Niederlage Gedanken machen würden“, behauptete die 33-Jährige, „würden wir nicht spielen.“ Stattdessen komme es darauf an, das Duell mit der Weltranglisten-81. „abzuhaken“, um „morgen früh wieder ins Training zu gehen, um mich auf Wimbledon zu konzentrieren“.

          Laura Siegemund erreichte die Runde der letzten Acht in Bad Homburg. „Ich konnte mich gut bewegen und habe mich körperlich deutlich besser gefühlt“, sagte sie nach ihrem Zweisatz-Sieg über Tamara Korpatsch. Siegemund trifft an diesem Donnerstag auf die Tschechin Katerina Siniakova.

          Kerber fertigt bei Turnier in Bad Homburg auch Blinkowa ab

          Mit dem zweiten deutlichen Sieg hat Angelique Kerber beim Rasenturnier in Bad Homburg das Viertelfinale erreicht. Beim 6:0, 6:2 ließ die beste deutsche Tennisspielerin am Mittwoch der russischen Außenseiterin Anna Blinkowa im Achtelfinale keine Chance. Zwei Tage zuvor hatte die Kielerin mit 6:1, 6:1 gegen die russische Qualifikantin Jekaterina Jaschina gewonnen. Am Donnerstag kämpft die ehemalige Weltranglisten-Erste gegen die US-Amerikanerin Amanda Anisimova um den Einzug ins Halbfinale. Zuvor hatte die Schwäbin Laura Siegemund als weitere deutsche Teilnehmerin die Runde der besten Acht des mit 189.708 Euro dotierten Turniers erreicht. (dpa)

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