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Wimbledon : Kerbers erste Erfahrungen

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Gut gekämpft: Kerber erreicht in Wimbledon zum ersten Mal die zweite Woche Bild: dpa

Die deutsche Top-Spielerin Angelique Kerber zieht beim bedeutendsten Rasenplatzturnier der Welt ins Achtelfinale ein. Dort trifft sie zum ersten Mal in ihrer Karriere auf die ehemalige Nummer Eins Kim Clijsters. Roger Federer erreicht nur mit viel Mühe die nächste Runde.

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          Die deutsche Top-Ten-Spielerin Angelique Kerber steht beim berühmtesten Rasenplatzturnier der Welt im Achtelfinale – und trifft dort auf eine routinierte Gegnerin: Kim Clijsters auf Abschiedstour. Es wird das erste Duell der Kielerin mit der vierfachen Grand-Slam-Turniersiegerin überhaupt sein. Kerber ist gewappnet: Sie präsentierte sich beim 6:2, 6:3-Sieg gegen die junge Amerikanerin Christina McHale in starker Form. „Ich mag Gras und fühle mich sehr wohl. Das ist das erste Mal, dass ich hier in der zweiten Woche dabei bin“, sagte die 24-Jährige.

          Lob gab es von Bundestrainerin Barbara Rittner: „Angie ist in dieser Form nur schwer zu schlagen.“ Dies soll auch die 29 Jahre alte Clijsters erfahren, die ihre letzten All England Championships bestreitet. Sie hat großen Respekt vor der Deutschen: „Linkshänderinnen sind immer schwer zu spielen, und sie spielt in letzter Zeit ein wirklich gutes Tennis. Kerber ist eine Fighterin und ein physisch sehr starkes Mädchen. Ich finde es immer spannend, gegen jemanden zum ersten Mal zu spielen.“

          Beinahe hätte es den nächsten Favoriten erwischt

          Mehr Mühe als Kerber hatte einer der großen Stars des Turniers. Roger Federer ist mit einem „Zittersieg“ ins Achtelfinale des Tennisturniers von Wimbledon eingezogen. Der Schweizer musste am Freitagabend in London gegen den an Nummer 29 gesetzten Franzosen Julien Benneteau einen 0:2-Satzrückstand aufholen, um am Ende mit 4:6, 6:7 (3:7), 6:2, 7:6 (8:6), 6:1 zu gewinnen. Nach Rafael Nadal am Vortag hätte es in Federer beinahe den nächsten Favoriten erwischt. „Das war ein hartes Match, oh Gott, das war brutal, ich hatte auch etwas mehr Glück. Ich habe einfach versucht, am Leben zu bleiben“, sagte der 30-Jährige, der im Achtelfinale nun auf den Belgier Xavier Malisse trifft.

          Nach 0:2 unter Druck: Federer hat mit seinem Kontrahenten mehr Arbeit als erwartet Bilderstrecke

          Nach zuvor zwei Siegen im Eiltempo präsentierte sich der sechsfache Wimbledon-Champion zunächst schwach bei seinem erklärten Lieblingsturnier, setzte aber mit einem souveränen 6:2 im dritten Satz zur Aufholjagd an. Ebenfalls im Achtelfinale steht bei den Männern der Bayreuther Florian Mayer. Der an Nummer 31 gesetzte Mayer gewann am Freitagabend gegen den aufschlagstarken Polen Jerzy Janowicz nach Abwehr von zwei Matchbällen mit 7:6 (7:5), 3:6, 2:6, 6:3, 7:5.

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