https://www.faz.net/-gtl-shaj

Wimbledon : Agassi auf bejubelter Abschiedstour

  • Aktualisiert am

Stehende Ovationen schon vor dem Spiel Bild: dpa

Andre Agassi wurde in Wimbledon schon vor seinem siegreichen Match gegen den Serben Pashanski auf dem Centre Court mit minutenlangen Ovationen bedacht. Auch die deutschen Spieler Haas, Kohlschreiber und Benjamin Becker haben die zweite Runde erreicht.

          1 Min.

          Andre Agassi ist auf der ersten Station seiner Abschiedstournee in Wimbledon gefeiert worden. Der 36-Jährige wurde schon vor seinem Match auf dem Centre Court mit minutenlangen Ovationen bedacht und auch nach dem 2:6, 6:2, 6:4, 6:3-Erfolg im Erstrundenmatch über Boris Pashanski aus Serbien verabschiedeten ihn die 13.800 Zuschauer stehend in einer Mischung aus Begeisterung über das Spiel und Anerkennung für seine sportliche Lebensleistung.

          Gattin Steffi Graf strahlte derweil glücklich auf der Tribüne, ihr Mann genoß sichtbar den Jubel. Der Wimbledonsieger von 1992 bestreitet seine letzten Partien an der Church Road, er hat sein Karriereende für nach den US-Open angekündigt. „Ich war im ersten Satz wohl zu nervös und habe zu viel gewollt“, sagte ein entspannter Andre Agassi nach seinem Spiel, „diese Unterstützung hat mich unheimlich stolz gemacht. Es ist so schön, hier zu gewinnen.“ Erstmals war er 1987 an der Church Road aufgetaucht.

          Haas, Kohlschreiber und Becker in der zweiten Runde

          Auch drei deutsche Tennisspieler haben die zweite Runde in Wimbledon erreicht. Der an 19 gesetzte Haas setzte sich mit 7:6 (7:2), 7:5, 6:4 gegen den Tschechen Jiri Vanek durch. Überraschender war der Erfolg von Qualifikant Benjamin Becker (Stuttgart). Der 25jährige bezwang bei seinem Debüt beim bedeutendsten Turnier der Welt den Argentinier Juan Ignacio Chela mit 6:3, 3:6, 6:3, 6:3 und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Auch Philipp Kohlschreiber aus Bamberg erreichte als dritter Deutscher die zweite Runde. Der 22jährige setzte sich 6:3, 6:2, 6: 4 gegen den Rumänen Radvan Sabau durch.

          Steffi Graf genoß den Jubel um ihren Ehemann
          Steffi Graf genoß den Jubel um ihren Ehemann : Bild: dpa

          Besonders enttäuschend war dagegen das Aus von Rainer Schüttler, der dem kroatischen Qualifikanten Roko Karanusic 6:7 (7:9), 6:4, 2:6, 2:6 unterlag und die dritte Erstrundenniederlage bei einem Grand-Slam-Turnier in Folge kassierte. Rainer Schüttler war nach der Niederlage so bedient, daß er fluchtartig und schweigend die Anlage verließ. Dem 30-Jährigen droht damit noch ein Strafgeld, weil er seinen Interview-Verpflichtungen nicht nachgekommen ist.

          Schüttler schon wieder ausgeschieden

          Bei seinen letzten elf Auftritten bei einem der größten Turniere seit seinem Super-Jahr 2003 scheiterte er insgesamt achtmal im ersten Spiel. Schüttler hatte Anfang des Jahres am Pfeifferschen Drüsenfieber gelitten, gilt aber seit einigen Wochen wieder als gesund. Dennoch wirkte er gegen den 23 Jahre alten Karanusic saft- und kraftlos und fand kein Mittel, dem 163. der Weltrangliste, der erst zum zweiten Mal in 14 Matches auf der Tour siegreich blieb, sein Spiel aufzuzwingen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fertigungsstrecke von Geely in der chinesischen 6-Millionen-Einwohner-Metropole Ningbo.

          Autos aus Fernost : Chinas Einheitsfront gegen VW und Tesla

          Wie von Peking gewünscht, knüpft Milliardär Li Shufu ein Netzwerk mit chinesischen Technologiegiganten, um das Auto der Zukunft zu bauen. Auch Daimler darf helfen beim Projekt Welteroberung.
          Demonstranten auf dem Puschkin-Platz in Moskau am Samstag

          Demonstrationen für Nawalnyj : „Putin ist ein Dieb!“

          Zehntausende Menschen protestieren am Samstag gegen den russischen Staatspräsidenten und für die Freilassung Alexej Nawalnyjs. Die Staatsmacht geht hart gegen die friedlichen Demonstranten vor.
          Die Maske als Modeaccessoire

          Maßnahmen gegen Corona : Das Problem mit dem Lockdown

          In Museen, Friseursalons oder Fußballstadien steckt sich kaum jemand mit Corona an. Trotzdem bleibt alles zu. Was haben die Ministerpräsidenten gegen gezielte Maßnahmen?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.