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Aufstiegs-Thriller : Bereit für den Showdown

  • -Aktualisiert am

Sprung an die Spitze: Bremen geht als Tabellenführer in die letzten drei Saisonspiele. Bild: Imago

Mehr als nur Sturmgiganten: Mit dem 4:1 auf Schalke empfehlen sich die Bremer rundum für den Bundesliga-Aufstieg. Doch auch der Verlierer wird gefeiert.

          3 Min.

          Ein Urgestein der Trainerszene ist Ole Werner wahrlich noch nicht, auch wenn der Chefcoach von Werder Bremen am Samstagnachmittag wirkte wie ein Mann, der schon fast alles erlebt hat in den Wirren des Kampfes um den Aufstieg in die Bundesliga. Die Kombination aus seinem nordisch-ruhigen Wesen und seinen Erfahrungen mit dem knapp gescheiterten Bundesligaprojekt als Coach von Holstein Kiel vor einem Jahr macht den 33 Jahre alten Fußballtrainer zu einem versierten Analysten der Lage an der Tabellenspitze. Während also die 6000 Bremer Fans den 4:1-Sieg ihres Teams in der Arena auf Schalke wie den entscheidenden Schritt zurück in die Bundesliga feierten, sprach Werner erst mal eine Warnung aus: „Das ist ein wahnsinnig enges Rennen, und du darfst dir keine Schwäche erlauben – das gilt genauso für uns.“

          Als Trainer in Kiel rutschte er in der vergangenen Saison durch Niederlagen an den letzten beiden Spieltagen noch auf Platz drei und verlor die Relegation gegen Köln. Nach diesem beeindruckenden Auftritt mit Bremen auf Schalke wäre ein Absturz dieser Art jedoch noch überraschender als ein Bundesliga-Comeback des Hamburger SV im nächsten Monat. Denn während den meisten Konkurrenten komplizierte direkte Duelle gegen andere Aufstiegsaspiranten bevorstehen, treffen die Bremer nur noch auf Mannschaften, für die es um nichts mehr geht: Kiel, Aue und Regensburg. Diese Partien „sind genauso schwierig wie (die von) heute“, sagte zwar Clemens Fritz, der Leiter Profifußball bei Werder, aber es gibt wohl keinen Zweitligaklub mit Aufstiegsaussicht, der das Restprogramm nicht sofort mit den Bremern tauschen würde.

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