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Weltcup-Slalom : Eine Sekunde vom Podest getrennt

  • Aktualisiert am

Undankbarer vierter Platz: Monika Bergmann-Schmuderer Bild: dpa/dpaweb

Die Österreicherin Marlies Schild krönte sich zur Königin der Nacht, doch auch die deutschen Ski-Damen hatten nach dem Weltcup-Slalom im österreichischen Semmering Grund zum Jubel.

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          Monika Bergmann-Schmuderer hat dem Zauberberg von Semmering den Schrecken genommen und den deutschen Ski-Damen einen versöhnlichen Jahresabschluss bereitet. Die 24jährige erreichte beim Weltcup-Slalom am Mittwoch den vierten Platz und sorgte nach der Mini-Krise zu Saisonbeginn für das beste Resultat des Winters in dieser Disziplin.

          In 1:37,89 Minuten hatte sie allerdings exakt eine Sekunde Rückstand auf den heimlich erhofften Podestplatz. „Das ist ein bisschen undankbar, aber ich kann es nicht ändern. Es ist noch ein weiter Weg bis ganz nach vorne“, sagte Bergmann-Schmuderer.

          Marlies Schild überragend

          Den Sieg sicherte sich wie am Vortag im Riesenslalom die derzeit überragende Österreicherin Marlies Schild. In 1:35,49 Minuten lag sie deutlich vor Janica Kostelic (1:36,53) aus Kroatien und Tanja Poutiainen (1:36,89). Die Finnin baute mit ihrem dritten Rang die Führung im Gesamtweltcup mit 626 Punkten vor der Schwedin Anja Pärson (538) weiter aus. Auch im Slalom-Weltcup startet sie mit 320Zählern vor Kostelic(240) als Erste ins Jahr 2005. Monika Bergmann-Schmuderer (118) ist in dieser Wertung nun Siebte.

          Die Nummer zwei am Ende vorn: Marlies Schild aus Österreich
          Die Nummer zwei am Ende vorn: Marlies Schild aus Österreich : Bild: REUTERS

          Auch Martina Ertl (Lenggries/1:39,13) zeigte als Siebte in Semmering ansteigende Form und stellte ihr bestes Saisonresultat im Slalom ein. „Ich bin sehr zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, daßich im Slalom so ein Ergebnis erzielen kann“, sagte sie. Nach den mäßigen Leistungen in den ersten drei Rennen deuteten die im Vorjahr so starken deutschen Slalomfahrerinnen somit wieder ihr Potential an. „Das ist okay. Wir haben gezeigt, daß wir an den Besten der Welt dran sind“, sagte Cheftrainer Wolfgang Maier. Unter Flutlicht schaffte Monika Bergmann-Schmuderer zudem das beste Weltcup-Ergebnis einer deutschen Athletin auf dem ungeliebten Hirschkogel-Hang südlich von Wien.

          Maria Riesch hatte im ersten Slalom nach ihrer Schulterfraktur vor sechs Wochen noch deutliche Probleme. In 1:40,47 reichte es für die 20jährige nur zu einem unter normalen Umständen indiskutablen 19. Rang. Noch schlechter erging es Annemarie Gerg, die in 1:40,61 nur 24. wurde. Anja Blieninger hingegen verpaßte einen Tag nach ihrem 21. Platz im Riesenslalom eine erneute Überraschung nur knapp. In 49,65 Sekunden fehlten der 23jJährigen vom TSV Altenau bei ihrem dritten Weltcup-Rennen als 33. nur 0,1 Sekunden, um sich wieder für den Finallauf der besten 30 zu qualifizieren.

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