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Wellness : Heilgeheimnisse aus buddhistischen Klöstern

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Mönche: Auf dem Weg zu höheren Bewusstseinsebenen Bild: dpa

Meditation, Massagen und Atemübungen sind Teil der Lebensphilosophie Buddhas: Werden Sie gesund, vital und ausgeglichen wie die Mönche.

          Wo findet sich der Schlüssel zu einem langen, gesunden und zufriedenen Leben, worin liegt das Geheimnis von Vitalität und Frohsinn? Warum wird der Mensch überhaupt krank und findet oft nicht die ersehnte Heilung, obwohl er verzweifelt danach sucht? Zentrale Fragen mit denen sich buddhistische Mönche in aller Welt auseinandersetzen.

          Unserer westlichen Überfluss-Gesellschaft mangelt es weder an Wasser, Nahrung oder Hygiene, noch an sozialen Einrichtungen. Dennoch strotzen viele Menschen nicht vor Gesundheit, Vitalität und Glück. Hier setzt die buddhistische Medizin an und erfasst den Menschen als Ganzes.

          Körper, Geist und Seele in Harmonie

          Sie erkennt ihn in seinem Handeln und setzt an den Beginn jeder erfolgreichen Behandlung den Leitsatz Buddhas: "Werde erst ein besserer Mensch, dann folgt auch die Gesundheit nach." Denn Heilung von jedwegen Krankheiten kann nur eintreten, wenn Körper, Geist und Seele harmonieren. Ziel der buddhistischen Medizin, die ihre Wurzeln in der Lehre Buddhas hat, sind vollkommene Gesundheit von Körper und Geist, sowie Vitalität bis ins hohe Alter.

          Viele Klöster entwickeln deshalb ihr eigenes Fitnessprogramm, welches mit gezielten Körper- und Atemübungen gegen Krankheiten vorbeugen soll. Der Erleuchtete, wie Buddha auch genannt wird, hatte auf seiner Suche nach Erlösung erkannt, das der Weg aus Krankheit und Leid nie an einem selbst vorbei führt. Jeder ist für sein eigenes Wohl verantwortlich.

          Der Weg der Mitte - ein vorbildlicher Lebensstil

          Damit ist ein Lebensstil gemeint, der ohne Extreme auskommt. Fünf Hauptgebote für das tägliche Leben von Buddha Schakjamunis lauten: nicht töten, nicht stehlen, nicht lügen, keine sexuellen Ausschweifungen und keine Rauschmittel.

          Grundlage dieser Lebensregeln ist die absolute Gleichstellung aller Dinge. So wie der Mensch sind auch alle anderen Geschöpfe des Planeten zu achten. Soziale Unterschiede, wie die Hierarchie des indischen Kastensystems, sind abzulehnen.

          Meditation - das Geheimnis innerer Ruhe

          Meditation, Rituale und Zeremonien bestimmen den Rahmen des Mönchslebens, wobei die Meditation den größten Stellenwert einnimmt. Sie beginnt mit einfachen Konzentrationsübungen und endet mit schwierigsten Tantra-Techniken, die bis heute nur auserwählten Mönchen von ihren Lehrern mündlich weitervermittelt werden. Die Kunst des Meditierens zu erlernen ist der erste Schritt zu spirituellem Bewusstsein.

          Geistiger Frieden, Ehrlichkeit, Demut, Bescheidenheit und Selbstlosigkeit - diese Eigenschaften ins tägliche Leben zu übertragen ist die nächste spirituelle Stufe. Meditation wird in allen Religionen dazu benutzt, um die Aufmerksamkeit von äußerlichen Dingen ins Innere zu lenken, Eingang in die eigene Seele zu finden und sich vom Materiellen zu lösen.

          Buddhas praktische Ernährungslehre

          Völlige Askese war nicht das erklärte Ziel Buddhas, er empfahl essen in Maßen. Er hatte erkannt, das ein gesunder Geist auch einen kräftigen Körper braucht, um zu funktionieren. Er brachte Ernährung, Medizin und Gesundheit in engen Zusammenhang. Fünf Grundheilmittel stehen bis heute in Klöstern auf dem Speiseplan: frische Butter, Öl, Honig, Sirup und Ghee (abgeschöpfte, erhitzte Butter aus Ziegen-, Kuh- oder Büffelmilch).

          Als besonders gesund empfahl er auch Milchreis und drei heilungsfördernde Suppen: eine dicke Reissuppe mit Fleisch- oder Gemüsebrühe hilft gegen Durchfall und beseitigt Durst. Bei Körperschwäche eine kräftige Fleischbrühe oder eine Suppe aus gerösteten Gerstenkörnern plus Fleischbrühe. Fleisch wird in buddhistischen Klöstern nicht gegessen, es sei denn zu Heilzwecken.

          Gefragte Ratgeber: Buddhistische Mediziner

          Tibetische Medizin ist weltweit anerkannt und hat sich bei chronischen Wohlstandserkrankungen (Hepatitis, Allergien, Geschwüre oder Geistesstörungen) mit Gebeten, Handauflegen, Atemübungen und Massagen bewährt. Den Rat von Tenzin Choedrak, dem Arzt des Dalai Lama, suchen Menschen aus aller Welt, auch Schauspieler Richard Gere besucht ihn regelmässig.

          Keine Angst, Sie sollen nicht gleich nach Lesen des Artikels ihr komplettes Leben umstellen, aber einige Denkanregungen sind bestimmt dabei.

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