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Wechseltheater um Aubameyang : Auch der Richter macht sich Sorgen

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Lustig ist das Fußballerleben: Aubameyang (r.) und BVB-Kollegen beim Training Bild: EPA

Einige Hinweise sprechen für Aubameyangs Wechsel zum FC Arsenal. Schon schaltet sich der Richter im Prozess um den Bombenanschlag ein. Noch trainiert der Torjäger fröhlich mit seinen Teamkollegen vom BVB.

          In Dortmund deutete an diesem Montag wenig auf eine schnelle Lösung im Transferpoker um den wechselwilligen Star der Mannschaft hin: Pierre-Emerick Aubameyang erschien am Nachmittag pünktlich zum Training beim BVB. Trainer Peter Stöger hatte bereits zwei Tage zuvor angedeutet, dass der beste Torschütze des Teams durchaus ein Kandidat für den Kader sein könnte, der am Samstag (15.30 Uhr / Sky und im Bundesliga-Liveticker bei FAZ.NET) gegen den SC Freiburg endlich für den ersten Rückrundensieg sorgen soll.

          Die Wechselgerüchte um Aubameyang wirken sich offenbar auch auf den Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft im April 2017 aus. Am dritten Verhandlungstag vor dem Dortmunder Landgericht regte der Vorsitzende Richter Peter Windgätter am Montag an, sowohl den Stürmer als auch den ebenfalls wechselwilligen Abwehrspieler Marc Bartra möglichst schon am 29. Januar als Zeugen zu laden. Bei einem Wechsel ins Ausland könnte es ansonsten Schwierigkeiten mit der Erreichbarkeit der Fußballprofis geben, hieß es.

          Am Sonntag schien im Wechsel-Theater dagegen ein neuer Akt eingeläutet worden zu sein. Eine Delegation des FC Arsenal London, zu der auch der ehemalige BVB-Scout Sven Mislintat gehörte, hatte in der Revierstadt Verhandlungen mit Vertretern des Bundesliga-Vereins auf. Zu Details des rund 90-minütigen Gesprächs wollten sich aber weder BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch Sportdirektor Michael Zorc äußern. Dem Vernehmen nach konnten beide Seiten jedoch noch keine Einigung erzielen.

          Nach Medienberichten haben die „Gunners“ ihr ursprüngliches Angebot in Höhe von 50 Millionen Euro um knapp zehn Millionen Euro aufgestockt. Das liegt jedoch noch immer deutlich unter den 70 Millionen Euro, die der BVB beim Verkauf des Bundesliga-Torschützenkönigs der vergangenen Saison erlösen möchte. Viel könnte davon abhängen, ob Arsenal-Reservespieler Olivier Giroud ein Teil eines Tauschgeschäftes wird. Angeblich will der BVB den 31 Jahre alten französischen Angreifer bis zum Saisonende ausleihen.

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