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Wasser : Bürger sagen ja zu deutschem Wasser

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Deutscher Durst gestiegen Bild: ap

Wie der Verband Deutscher Mineralbrunnen mitteilte, stieg der Pro-Kopf-Verbrauch für Mineralwasser auf 103,4 Liter.

          Die Deutschen haben im vergangenen Jahr soviel Mineralwasser getrunken wie nie zuvor.

          Wie der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) am Montag in Berlin mitteilte, stieg der Pro-Kopf-Verbrauch auf 103,4 Liter. Er lag damit das zweite Jahr über der magischen Grenze von 100 Litern. Hinzu kamen für jeden Bundesbürger noch 31,1 Liter an Erfrischungsgetränken auf Mineralwasserbasis.

          Guter Sommer steigert den Durst

          Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 10,6 Milliarden Liter deutscher Mineralbrunnen-Getränke in den Handel. Das waren 3,8 Prozent mehr als noch 2000. Dabei waren Fruchtschorlen einmal mehr der Hit, ihr Absatz legte überproportional zu.

          Als einen Grund für die steigenden Branchenzahlen nannte VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe den heißen Sommer. „Selbstverständlich steigert gutes Wetter den Durst auf Mineralwasser, aber die deutschen Mineralbrunnen sind nicht nur vom Wetter abhängig“.

          Fruchtschorlenabsatz gestiegen

          So hätte die 237 Unternehmen der Branche auf den Schorlen-Trend reagiert und neue Produkte angeboten. Der Absatz der Fruchtschorlen legte so um 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 450 Millionen Liter zu. Schorlen, Limonaden und Sportgetränke mit Mineralwasser kamen zusammen auf knapp 2,6 Milliarden Liter.

          Klarer Spitzenreiter ist aber weiter Mineralwasser. Davon wurden im vergangenen Jahr 7,8 Milliarden Liter abgesetzt. Dabei nahm kohlensäurehaltiges Wasser zwar etwas ab, mit 4,8 Millionen Liter wird es aber immer noch am meisten getrunken.

          Umsatz und Gewinn hinken hinterher

          Auf dem Vormarsch sind Wasser mit wenig oder gar keiner Kohlensäure. Dabei legten die „Stillen“ um mehr als 60 Prozent zu. Ihr Marktanteil ist mit insgesamt 160 Millionen Litern aber immer noch gering. Er liegt noch hinter den Heilwassern. Diese mussten einen Absatzrückgang von fast sieben Prozent auf 265 Millionen Liter hinnehmen.

          Die insgesamt positive Absatzentwicklung spiegelte sich zum Leidwesen der Branche allerdings nicht voll im Umsatz und im Gewinn wider. „Der enorme Preisdruck in der gesamten Lebensmittelbranche lässt hier keine Höhenflüge zu“, konstatierte Stubbe. Ersten Schätzungen zufolge habe der Umsatz 2001 bei etwa 2,7 Milliarden Euro gelegen, dies sei ein Plus von 2,8 Prozent.

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