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Wahl zum Weltfußballer : Ronaldo, Modric oder Salah?

  • Aktualisiert am

Kommt noch eine Trophäe dazu? Luka Modric Bild: dpa

Luka Modric und Mohamed Salah konkurrieren mit Cristiano Ronaldo um die Auszeichnung als Weltfußballer 2018. Als einzige Deutsche ist Dzsenifer Marozsan nominiert.

          Im Kampf um seine sechste Auszeichnung als Weltfußballer des Jahres muss sich Cristiano Ronaldo der Konkurrenz durch den kroatischen WM-Zweiten Luka Modric und den Ägypter Mohamed Salah erwehren. Wie zuletzt bereits bei der Wahl zu „Europas Fußballer des Jahres“ kommt auch der Sieger bei der Ehrung des Weltverbandes (Fifa) aus dem Kreis dieser drei Finalteilnehmer. Der fünfmalige Sieger Lionel Messi gehört dagegen erstmals seit 2006 nicht zu den Top-3.

          Neben dem argentinischen Topstar vom FC Barcelona schafften es von den zehn Kandidaten auf der von der Fifa zusammengestellten „Short-List“ auch Antoine Griezmann (Atletico Madrid), Raphael Varane (Real Madrid), Eden Hazard (FC Chelsea), Kevin De Bruyne (Manchester City), Harry Kane (Tottenham Hotspur) und Kylian Mbappe (Paris St. Germain) nicht unter die besten Drei.

          Abstimmungsberechtigt waren in der Wahlperiode bis zum 10. August jeweils zu 25 Prozent die Kapitäne und die Trainer aller Nationalmannschaften, die in der Fifa organisiert sind, die Fans weltweit sowie mehr als 200 Medienvertreter.

          Bei der Wahl der europäischen Dachorganisation (Uefa) am vergangenen Donnerstag hatte Modric (Real Madrid), bei der WM-Endrunde überdies zum besten Spieler gekürt, seinen ehemaligen Teamkollegen Ronaldo (Juventus Turin) etwas überraschend entthront und erstmals den Titel gewonnen.

          Der Mittelfeldstar von Real Madrid besitzt nun gute Chancen, im Rahmen der „The Best“-Gala in London am 24. September in London erneut ausgezeichnet zu werden. Afrikas Fußballer des Jahres Salah vom Champions-League-Finalteilnehmer FC Liverpool gilt eher als Außenseiter.

          Wer wird Weltfußballer? Zur Wahl stehen (v.l.) Afrikas Fußballer des Jahres Salah, Europas Fußballer des Jahres Modric und der ewige Favorit Ronaldo

          Lloris, Courtois oder Schmeichel?

          Neuer Welttorhüter des Jahres und somit Nachfolger des Italieners Gianluigi Buffon wird unterdessen entweder Weltmeister Hugo Lloris (Tottenham Hotspur), der Belgier Thibaut Courtois (Real Madrid) oder Dänemarks Kasper Schmeichel (Leicester City).

          Bei der seit 2010 abgehaltenen Trainerwahl fällt die Entscheidung zwischen Kroatiens Nationalcoach Zlatko Dalic, dem ehemaligen Real-Coach und Vorjahressieger Zinedine Zidane sowie Frankreichs Weltmeistertrainer Didier Deschamps. Jürgen Klopp, Teammanager des FC Liverpool, geht dagegen leer aus.

          Hoffnungen auf den „Puskas Award“ für das schönste Tor darf sich der französische Weltmeister Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart machen, der sich mit seinem Treffer bei der WM allerdings gegen neun weitere Traumtore, unter anderen von Gareth Bale (Real Madrid), Cristiano Ronaldo und Mohamed Salah, behaupten muss.

          Einzige Deutsche in der Endauswahl: Dzsenifer Marozsan

          Als einzige Deutsche in der Endauswahl darf sich Nationalmannschaftskapitänin Dzsenifer Marozsan (26) Hoffnungen auf die Auszeichnung Weltfußballerin des Jahres machen. Die Mittelfeldspielerin vom Champions-League-Sieger Olympique Lyon gehört neben ihrer Vereinskollegin Ada Hegerberg (Norwegen) und der fünfmaligen Weltfußballerin Marta (Orlando Pride/Brasilien) zu den drei Spielerinnen, die die Fifa bekannt gab.

          Für die Auszeichnung als Welttrainer des Jahres im Frauenfußball stehen Reynald Predros (Olympique Lyon), Asako Takakura (Japan) und Vorjahressiegerin Sarina Wiegman (Niederlande) zur Wahl.

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