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Wahl : Zinedine Zidane und Birgit Prinz Weltfußballer des Jahres

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Die Nummer 1: Der Franzose Zinedine Zidane von Real Madrid Bild: EFE

Der Franzose Zinedine Zidane von Real Madrid und die deutsche Weltmeisterin Birgit Prinz haben die vom Internationalen Fußball-Verband ausgerichtete Wahl zum „Weltfußballer des Jahres“ gewonnen.

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          Birgit Prinz und Zinedine Zidane waren die großen Sieger bei den Wahlen zu den „Weltfußballern des Jahres“ 2003: 64 Tage nach dem WM-Triumph mit Deutschland stieg die 26 Jahre alte Frankfurterin Birgit Prinz endgültig zur besten Spielern der Welt auf und verwies bei dem vom Internationalen Fußball-Verband FIFA unter 100 Nationaltrainern und -trainerinnen durchgeführten Votum mit 268 Punkten die amerikanische Vorjahressiegerin Mia Hamm (133) und Hanna Ljungberg aus Schweden (84) auf die Plätze zwei und drei.

          Birgit Prinz: „Damit hatte ich nicht gerechnet“

          „Das ist eine große Ehre, denn es gibt viele gute Spielerinnen. Ein Einzeltitel ist immer schön. Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagte die deutsche Weltmeisterin bei der FIFA-Gala in Basel. Die Krönung zur weltbesten Spielerin ist für die Stürmerin mit eingebauter Torgarantie (65 Treffer in 111 Länderspielen) ein gelungener Schlußakt nach einer furiosen Saison mit etlichen Höhepunkten.

          Die Nummer 1 bei den Frauen: Weltmeisterin Birgit Prinz vom FFC Frankfurt

          Dies gilt auch für Zinedine Zidane, der außer der spanischen Meisterschaft mit Real Madrid in diesem Jahr keinen Titel errang. Seine Kabinettstückchen und seine Führungsqualitäten haben aber offenbar einmal mehr die 142 Nationaltrainer, die an der Abstimmung teilnahmen, überzeugt. Der 31 Jahre alte französische Mittelfeldstar wurde mit 264 Punkten zum dritten Mal nach 1998 und 2000 zum Weltfußballer des Jahres gekürt, womit er mit seinem Teamkollegen Ronaldo gleichzog, der bislang als einziger Spieler dreimal bei dem Votum (1996, 1997, 2002) vorne gelegen hatte.

          Der brasilianische Stürmerstar Ronaldo, der sich im Vorjahr nach dem fünften WM-Erfolg der „Selecao“ durchgesetzt hatte, belegte mit 176 Zählern den dritten Platz hinter dem Franzosen Thierry Henry von Arsenal London (186). Bester deutscher Spieler war Bayern-Spielmacher Michael Ballack (15 Punkte) auf Platz zwölf unmittelbar vor seinem Teamkollegen und Nationalmannschaftskapitän Oliver Kahn (13). Auf Position 24 wurde Bochums Paul Freier (3) notiert, der von Ghanas früherem Nationaltrainer Ralf Zumdick, einst Torhüter und Coach beim VfL, kurioserweise hinter Zidane und vor Ronaldo auf Position zwei geführt wurde. „Die Auszeichnung ist ein besonderes Zückerchen. Dieser Preis wird bei jedem Mal wichtiger. Er ist die Belohnung für eine harte und lange Saison“, sagte Zidane in Basel.

          Rudi Völler stimmte für Pavel Nedved

          Wie stark „Zizou“ immer noch ist, bekam im vergangenen Monat die deutsche Nationalmannschaft beim Länderspiel in Gelsenkirchen gegen die „Equipe Tricolore“ zu spüren. Zidane war wie schon oft der Kopf im Team der Franzosen, sprühte nur so vor Spielfreude und avancierte zum überragenden Mann auf dem Platz. Mit Frankreich feierte der Supertechniker zuletzt 13 Länderspielsiege nacheinander.

          DFB-Teamchef Rudi Völler votierte bei der FIFA-Wahl für den Tschechen Pavel Nedved (Juventus Turin/5 Punkte), den Niederländer Ruud van Nistelrooy (Manchester United/3) und den Italiener Paolo Maldini (AC Mailand/1). Schottlands Teammanager Berti Vogts führte Ballack an Position eins vor David Beckham (Real Madrid) und Zidane. Griechenlands Auswahlcoach Otto Rehhagel gab Ronaldo fünf Zähler. Dahinter folgten in seiner Wahl Nedved und der Brasilianer Roberto Carlos (Real Madrid).

          Die Abstimmung bei den Frauen wurde dominiert von den deutschen Spielerinnen. Gleich vier von ihnen landeten unter den ersten zehn. Maren Meinert (Fünfte), Spielführerin Bettina Wiegmann (Sechste) und Renate Lingor (Achte) rundeten das glänzende Abschneiden für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes ab.

          Überstrahlt wurde das Ergebnis allerdings vom Sieg von Birgit Prinz. Die Qualitäten der gelernten Physiotherapeutin haben sich mittlerweile auch bis in die Männerwelt der italienischen Serie A herumgesprochen. Seit kurzem buhlt Luciano Gaucci, Klubchef des AC Perugia, um Prinz und soll der dreimaligen Europameisterin angeblich eine Million Euro plus diverse Extras für einen Zweieinhalbjahres-Vertrag bis 2006 geboten haben. „Es gibt noch keine Entscheidung“, sagte Birgit Prinz indes in Basel.

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