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Volleyball : Moculescu bleibt Bundestrainer

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Nach dem 7. Platz bei der EM hatte Moculescu zunächst die weitere Teilnahme Deutschlands an der auf zwölf Teams reduzierten Weltliga als Bedingung für die Fortführung seines Jobs gesetzt.

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          Werner von Moltke glättet die Wellen, Stelian Moculescu bleibt Volleyball-Bundestrainer. Nach einem intensiven Gespräch am Bodensee einigten sich der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) und der Coach der deutschen Männer-Nationalmannschaft auf eine weitere Zusammenarbeit.

          Nach dem 7. Platz bei den Europameisterschaften im eigenen Landes hatte Moculescu, der auch Vereinscoach bei Vize-Meister VfB Friedrichshafen ist, zunächst die weitere Teilnahme Deutschlands an der auf zwölf Teams reduzierten Weltliga als Bedingung für die Fortführung seines Jobs gesetzt.

          DVV hofft weiter auf Weltligaplatz

          „Die Weltliga ist nicht vordergründig. Jetzt geht es um die Olympia-Qualifikation in Leipzig“, rückte er nun von seiner Forderung ab. „Daß wir uns aber auch künftig nur mit den stärksten Teams der Welt messen, daran halte ich natürlich fest“, fügte er sogleich an. „Wir sind uns zunächst erst einmal einig geworden, daß Herr Moculescu das Team bis zur Olympia-Qualifikation betreut. Danach werden wir weitere Gespräche führen. Auf jeden Fall gibt es keine Panik-Schüsse“, gab sich von Moltke als Diplomat.

          Moculescu hat keinen schriftlichen Vertrag beim DVV, sondern verlängert von Jahr zu Jahr immer nur per Handschlag. Von Moltke sieht gute Chancen, trotz aller finanziellen Probleme den Weltligaplatz für den DVV auch im reduzierten Feld zu sichern. „Es gibt vier Bewerber um den 12. Platz, die alle ein paar Kriterien des Weltverbandes nicht erfüllen. Bei uns sind es die Zuschauerzahlen und die Fernsehübertragungen. Aber mit dem Fernsehen bin ich in Verhandlungen. Ich denke, in einer Woche ist das geklärt“, sagte er.

          Wenig Hoffnung auf Athen

          Jedoch machte von Moltke auch keinen Hehl daraus, daß im Falle der Olympia-Qualifikation die Weltliga gar nicht gut ins Vorbereitungsprogramm der Auswahl passen würde. „Jeder weiß, wie schwer es wird, uns für Athen zu qualifizieren. Dennoch wäre ich ein schlechter Coach, wenn ich das Ziel nicht so formulieren würde“, so Moculescu, der nach eigenen Worten das Team „aus dem Niemandsland bis auf Tuchfühlung zur Weltspitze“ voran gebracht hat.

          Bei der Europa-Qualifikation vom 5. bis 10. Januar schafft nur der Sieger von Leipzig den Sprung nach Athen. „Das wird die EM light - wir haben wirklich zwei Europameisterschaften im eigenen Land“, meinte Moculescu angesichts der hochkarätigen Gegnerschaft mit Rußland, Serbien und Montenegro, Polen und den Niederlanden. Sollten die EM-Finalisten Italien und Frankreich beim Weltcup im November in Japan nicht unter die besten drei Teams kommen, würden sie ebenfalls in Leipzig antreten.

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