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Volleyball : Friedrichshafen zum vierten Mal Pokalsieger

  • -Aktualisiert am

Zum Pokalsieg geblockt: die Volleyballer aus Friedrichshafen Bild: dpa

Der Seriensieger kann es nicht lassen: Der deutsche Volleyballmeister VfB Friedrichshafen verteidigte in Riesa auch den DVV-Pokal.

          2 Min.

          Der Doublegewinner hat den vierten Pokalerfolg in fünf Jahren perfekt gemacht und einmal mehr gezeigt, dass im deutschen Volleyball eigentlich nur ein Klub für Titel in Frage kommt: eben Abonnementsieger VfB Friedrichshafen.

          Das derzeit unerhört konstant aufspielende Team von VfB- und Nationaltrainer Stelian Moculescu setzte sich in der Neuauflage des letztjährigen Finals in der Riesaer SachsenArena vor 2100 Zuschauern gegen Ligakonkurrent evivo Düren klar mit 3:0 (25:18, 25:20, 30:28) durch.

          „Ein verdienter Sieg", urteilte Moculescu, „da wir das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle hatten.“ Bereits 1998, 1999 und 2001 hatte sein VfB die „Kuhglocke" an den Bodensee geholt. In diesem Zeitraum holten die „Häfler" zusätzlich sogar vier deutsche Meisterschaften.

          VV Leipzig wieder Pokaldritter

          Den dritten Pokalplatz sicherte sich wie im vergangenen Jahr der VV Leipzig, der im kleinen Finale gegen den allerdings ohne seine Besten angetretenen Bundesligavierten TSV Unterhaching mit 3:0 (25:20, 25:18, 28:26) die Oberhand behielt. Leipzig hatte im Halbfinale gegen Düren mit 1:3 (24:26, 20:25, 25:23, 17:25) das Nachsehen gehabt, Friedrichshafen die Bayern aus Unterhaching mit 3:1 (25:19, 23:25, 25:20, 36:34) ausgeschaltet.

          Im Finale wurde der Bundesliga-Spitzenreiter seiner Favoritenrolle vollauf gerecht. Die ersten beiden Durchgänge bestimmten die Oberschwaben fast nach Belieben. Lediglich im dritten Satz konnte Düren dagegen halten. Aber der eingewechselte VfB- und Nationalzuspieler Ilja Wiederschein verwandelte mit einem Ass den sechsten Matchball.

          Nun Konzentration auf Champions League

          Moculescus Augenmerk gilt nun der Champions League. Nach erfolgreicher Qualifikation in der stärksten Vorrundengruppe trifft Friedrichshafen im Viertelfinale auf den polnischen Meister Mostostal Azoty Kedzierzyn. Das ergab die Auslosung am Samstag in Luxemburg.

          „Wenn alle gesund bleiben, haben wir eine gute Chance“, meint Moculescu, der nur ungern gegen Iraklis Thessaloniki oder Luschniki Moskau, die anderen möglichen Kontrahenten, gespielt hätte.

          Allerdings muss er weiterhin auf seinen besten Angreifer Christian Pampel verzichten. Der Nationalspieler ist nach einer Operation wegen eines dreifachen Bänderrisses noch außer Gefecht und frühestens beim Final-Four-Turnier Ende März wieder einsatzbereit.

          Auch Wuppertal international noch dabei

          Dahin kommt der VfB aber nur, wenn er am 14. (in der Friedrichshafener Messehalle/live beim DSF) und 20. Februar die starken Polen ausschaltet. Gänzlich unbekannt ist Kedzierzyn im europäischen Volleyball nicht. Die Baden-Württemberger freilich haben gute Erinnerungen an Mostostal, gegen das sie vor drei Jahren in der Vorrunde der Champions League vor heimischer Kulisse mit 3:0 gewannen.

          „Das Schlüsselspiel wird auch diesmal unser Heimspiel sein“, glaubt Moculescu, der aber warnt: „Die Polen sind Sieger in einer schweren Gruppen geworden. Das ist ein harter Brocken.“

          Außer Friedrichshafen hat bei Männern und Frauen nur ein weiterer deutscher Verein die Vorrunde überstanden: Der SV Bayer Wuppertal spielt im Viertelfinale des Top Team Cups am 13. und 20. Februar gegen SC Espinho (Portugal).

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