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Volleyball : Der Kampf um die „Kuhglocke“ findet im Halbfinale statt

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Sonntag, 14 Uhr, Finale um den Pokal des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) der Frauen. So ist es im offiziellen Spielplan ausgezeichnet, aber eigentlich findet das Pokal-Endspiel bereits einen Tag früher statt.

          Sonntag, 14 Uhr, Finale um den Pokal des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) der Frauen. So ist es im offiziellen Spielplan ausgezeichnet, aber eigentlich findet das Pokal-Endspiel bereits einen Tag früher statt. Dann treffen nämlich im Halbfinale mit dem USC Münster der Gastgeber und Titelverteidiger sowie der Deutsche Meister Schweriner SC aufeinander.

          Der Sieger - da braucht es kaum prophetische Fähigkeiten - dürfte am Tag darauf auch jenes bronzene Ungetüm hochhalten, das in Szenekreisen unter dem Spitznamen "Kuhglocke" firmiert. Den übrigen Finalrunden-Teilnehmern Bayern Lohhof und TV Fischbek werden allenfalls Außenseiterchancen eingeräumt.

          Verzweiflung im Kampf um die „Kuhglocke“

          Münster gegen Schwerin, das ist im Frauen-Volleyball hierzulande immer wieder eine prickelnde Auseinandersetzung. In der vergangenen Saison trafen die Kontrahenten aus Westfalen und Mecklenburg im Pokalwettbewerb und im Meisterschaftsfinale aufeinander und teilten sich die Trophäen am Ende. Wobei der Pokal für die Münsteranerinnen wie geschaffen scheint, während Schwerin am Kampf um die Kuhglocke verzweifeln könnte.

          Zu DDR-Zeiten, als der Klub noch auf den Namen Traktor hörte, ging der Pokal dreimal nach Schwerin, doch nach der Wiedervereinigung gab es bei fünf Endspiel-Teilnahmen nichts als Tränen. Besonders bitter war die Finalpleite 1997 in heimischer Halle, als Schwerte dem SSC den Pokal wegschnappte und damit für die größte Sensation im deutschen Frauen-Volleyball nach der Wende sorgte.

          Münster hofft auf die Volleyballerin des Jahres

          Der Schwerter Trainer hieß seinerzeit Mike Schöps, und damit ihnen eine solche Schlappe nicht noch einmal widerfährt, haben die Schweriner Schöps mittlerweile auf ihre Bank gesetzt. Ganz andere Pokalerfahrungen als Schwerin haben sie in Münster. Neunmal ging der Pokal bereits nach Westfalen. Beim Gipfeltreffen am Samstag hofft der USC vor allem auf Angelina Grün.

          Die "Volleyballerin des Jahres" hatte im Dezember ein lukratives Angebot vom italienischen Meister aus Modena vorliegen. Als das Vorhaben nicht klappte, weil ihr Klub sie nicht frei gab, fiel die Nationalspielerin in ein Leistungstief. Doch mittlerweile hat sich die 21-jährige Ausnahmeangreiferin wieder gefangen. Zudem gilt sie als nervenstarke Spielerin, die sich immer dann zu steigern weiß, wenn es um viel geht.

          Lohhof und Fischbeck nur mit Außenseiterchancen

          Im Schatten der Top-Klubs spielen Lohhof und Fischbek nicht mehr als Nebenrollen. Lohhof gewann den Pokal in den 80er Jahren zwar vier mal, doch die Glanzzeiten des Klubs sind lange vorbei. Und der Zweitliga-Spitzenreiter aus Fischbek vermochte im diesjährigen Wettbewerb zwar die Erstligisten Dresden und Ulm auszuschalten, doch diese Coups gelangen in heimischen Gefilden. In Münsters Halle Am Berg Fidel dürfte die Aufgabenstellung auf der großen Volleyball-Bühne für die ambitionierten Hamburgerinnen wesentlich schwerer werden. Felix Meininghaus



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