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Volleyball: Champions League : VfB Friedrichshafen vor Einzug ins Final Four

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Blocken sich die Volleyballer aus Friedrichshafen ins Final Four? Bild: dpa

3:1 gegen Kedzierzyn - jetzt hat der deutsche Volleyballmeister beste Chancen aufs Halbfinale in der Champions League.

          2 Min.

          Das Final Four ist bereits in Reichweite für Serienmeister VfB Friedrichshafen, doch Stelian Moculescu denkt noch viel weiter.

          „Wir sind hier endlich gesellschaftsfähig geworden. Tausend Mal waren wir Meister, doch keinen hat´s interessiert. Jetzt ist es schick, zum Volleyball zu gehen. Wir müssen diese Saat pflegen und dann ernten“, sagte der VfB- und Nationaltrainer nach dem dramatischen 3:1 (30:32, 25:23, 28:26, 25:22) gegen den polnischen Meister Mostostal Azoty Kedzierzyn im Viertelfinalhinspiel.

          „Wir haben das Zeug fürs Final Four

          In der Tat war die Messehalle 1 am Bodensee mit 3000 Fans ausverkauft. Und die Zuschauer sahen ein packendes Spiel. In jedem der vier Sätze führten die Gastgeber deutlich, doch immer wieder glichen die Polen aus. „Auch wenn wir gewackelt haben, in den entscheidenden Phasen waren wir besser“, sagte Moculescu. „Die Polen müssen sich anstrengen, um uns zu schlagen. Ich bin überzeugt, dass wir auswärts ein gutes Spiel machen. Wir haben das Zeug fürs Final Four.“

          Im Rückspiel am kommenden Mittwoch, 20. Februar, kann sich Friedrichshafen nun sogar eine knappe Niederlage leisten, um zum dritten Mal nach 1999 und 2000 in die Finalrunde der Königsklasse einzuziehen. Das ist das Ziel, denn dadurch kann der VfB seinen Bekanntheitsgrad weiter ausbauen. „Schon jetzt wissen die Spieler: Hier in Friedrichshafen bin ich kein Fuzzi mehr, hier bin ich wer", behauptet Moculescu. „Die Zuschauer erkennen unsere Leistung an.“

          VfB: Schon ein Topteam in Europa?

          Nur etwa eine Million Euro beträgt der Etat des VfB - Peanuts im Vergleich zu den europäischen Topteams aus Italien, Spanien oder Griechenland. Die kalkulieren oft mit dem Vierfachen.

          Dennoch hat es der VfB vor allem dank Moculescu geschafft, im Konzert der Großen mitzuspielen. Und das obwohl „dies die beste Champions League ist, die ich je gesehen habe“. Auch der starke Diagonalspieler Radoslav Arsov, gegen Kedzierzyn einer der Sieggaranten, strotzt nur so vor Selbstbewusstsein: „Im Moment spielen wir auf höchstem Niveau und gehören zu den besten vier Teams in Europa.“

          Wuppertal steht unter Zugzwang

          Noch sind sie freilich nicht im Turnier der besten Vier, das am 23./24. März stattfindet. „Das war erst die erste Hälfte. Die Chancen stehen weiter 50:50“, sagte Gästetrainer Waldemar Wspanialy. 5000 lautstarke Zuschauer werden zum Rückspiel erwartet. „Auf uns wartet die Hölle“, weiß Moculescu.

          Ein Kraftakt wartet im Rückspiel am 20. Februar auf Bayer Wuppertal, um sich doch noch für die Endrunde des europäischen Top-Teams-Cups zu qualifizieren. Denn das Hinspiel verlor der Bundesligadritte beim portugiesischen Spitzenklub SC Espinho mit 1:3 (25:23, 20:25, 23:25, 13:25).

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