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Vierschanzentournee : Hannawald hofft auf neue Flugshow

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2001 in Oberstorf: Der erste von vier historischen Siegen Bild: AP

Ein Trio will Sven Hannawald die Titelverteidigung bei der Vierschanzentournee vermasseln. Martin Höllwarth, Adam Malysz und Janne Ahonen sind seine Rivalen.

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          Sven Hannawald hofft auf eine ähnlich glanzvolle Flugshow wie beim Triumph im Vorjahr, Martin Schmitt zumindest auf die Rückkehr in die Weltspitze. Der Auftakt der 51. Vierschanzentournee am Sonntag in Oberstdorf soll für das Top-Duo der deutschen Skispringer zu einer Initialzündung für die bis zum 6. Januar dauernde Traditionsveranstaltung werden.

          „Es wird schwer, den Erfolg zu wiederholen. Aber ich bin heiß, will perfekte Sprünge zeigen“, sagte Hannawald. Für den zweiten Vorflieger der deutschen Ski-Adler, Martin Schmitt, geht es dagegen zunächst um den Anschluss. „Nach einer so langen Pause ist es nicht leicht. Ich muss sehen, was möglich ist“, äußerte sich der Doppel-Weltmeister aus Tannheim zurückhaltend.

          „Mit Umwegen in die Spur zurückgefunden“

          Nach dem verpatzten Saisoneinstieg hat Hannawald rechtzeitig zur Tournee eine Form erreicht, die ihn zu Sieg-Hoffnungen berechtigt. „Ich glaube, wir werden viel Freude an ihm haben“, prophezeite Heimtrainer Wolfgang Steiert einen neuerlichen Höhenflug des Hinterzarteners. Ob dieser zur Titelverteidigung führt, ist angesichts der harten Konkurrenz mit den starken Österreichern an der Spitze jedoch ungewiss. „Die Tournee hat ihre eigenen Gesetze. Da steckt man nicht drin“, meinte Hannawald und wagte keine Prognose.

          Mit seinem Weltcup-Sieg am vergangenen Sonntag in Engelberg ist der 28-Jährige aber zumindest in die Rolle des Mitfavoriten geschlüpft. „Er kann unter die ersten Drei kommen“, nannte Bundestrainer Reinhard Heß das Ziel. Der Thüringer ist sicher, dass Hannawald die zwei Abstürze von Kuusamo endgültig abgehakt hat. „Das hat ihn damals aus dem Gleis geworfen. Mit kleinen Umwegen hat er in die Spur zurückgefunden“, erklärte Heß zuversichtlich.

          Schmitt ohne Illusionen

          Hannawald bestätigt diese Einschätzung. „Die Pause danach war sehr wichtig. Seit dem vierten Platz in Titisee-Neustadt ist es von Sprung zu Sprung besser geworden“, meinte der „Sportler des Jahres“. Angriff lautet daher die Devise für Oberstdorf, wo ihn 18 000 Fans zum Sieg schreien wollen. „Die Fans sind irre, das ganze Drumherum ist riesig. Ich will allen etwas bieten“, sagte der Mannschafts-Olympiasieger.

          Gold-Kollege Martin Schmitt geht dagegen mit gemischten Gefühlen in die Tournee, für deren Auftakt er sich am Samstag erst einmal qualifizieren muss. „Ich war immer gut vorbereitet, aber mir ist es nie gelungen, in allen vier Springen meine Leistung zu bringen. Ich hatte immer einen kleinen Durchhänger“, sagte der 24-Jährige, in dessen Erfolgsbilanz der Gesamtsieg noch fehlt. Von einem solchen Triumph wagt Schmitt nach seiner Knieoperation Mitte September und dem verspäteten Saisoneinstieg kurz vor Weihnachten in Engelberg nicht einmal zu träumen. „Ich möchte den Anschluss an die Weltspitze herstellen. Damit wäre ich schon zufrieden“, sagte der Tannheimer.

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