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Vier-Schanzen-Tournee : Koivuranta gewinnt Wind-Springen in Innsbruck

Jubel über den ersten Weltcup-Sieg: Anssi Koivuranta Bild: REUTERS

Ein Sprung genügt zum Glück: Der Finne Anssi Koivuranta siegt in Innsbruck, nachdem das Springen im zweiten Durchgang wegen zu starker Winde abgebrochen wurde. Für die Deutschen läuft es einmal mehr nicht sehr gut.

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          Die deutschen Skispringer werden die 62. Auflage der Vierschanzentournee nicht in bester Erinnerung behalten. Auch in Innsbruck, der dritten Station, war die Mannschaft von Bundestrainer Werner Schuster am Samstag zu keiner positiven Überraschung in der Lage. Den Wettbewerb, der stark unter dem ständig wechselnden Einfluss des Windes am Bergisel litt, gewann der Finne Anssi Koivuranta (132 Meter/127,5 Punkte). Neun Springer vor dem offiziellen Abschluss entschied sich die Jury des Internationalen Skiverbandes (Fis) dazu, das Springen nicht fortzusetzen und lediglich die Resultate des ersten Durchgangs zu werten. Zweiter wurde der Schweizer Simon Ammann (133,5/126,3) vor dem Polen Kamil Stoch (126,5/126,2). Ammann schob sich in der Gesamtwertung auf Rang zwei hinter den Österreicher Thomas Diethart (126,5/122,7), der am Samstag den fünften Platz erreichte.

          Als bester Deutscher belegte Richard Freitag aus Aue den elften Rang. Dahinter landeten Marinus Kraus (13., Oberaudorf), Severin Freund (15., Rastbüchl) und Andreas Wellinger (18., Ruhpolding). Michael Neumayer spielte bei Föhn der Zufall einen Streich; den Bad Reichenhaller zwangen die Böen zu einer verfrühten Landung. Er wurde 29. und sprach hinterher davon, dass die Voraussetzungen für ihn irregulär gewesen seien: „Ich wurde fast aus der Anlaufspur geblasen.“

          Die Jury unterbrach wegen des sich zusehends verschlechternden Wetters die Veranstaltung mehrmals. Der Sturz des Russen Denis Kornilow endete glimpflich. Der Slowene Miran Tepes, der für die Fis die Startampel an den Schanzen bedient, sagte: „Es waren schwierige Verhältnisse. Skispringen ist aber eine Outdoor-Sportart, und manchmal muss man auch Glück haben.“

          Finale am Montag

          Das besaßen die Deutschen nicht. Freund befand: „Es hätte besser gehen können.“ An so einem unberechenbaren Tag müsse man es aber „nehmen, wie es kommt“. Der 25-Jährige sagte, er habe „drei Kreuze gemacht“, dass er heil unten angekommen sei. Schusters sportliches Fazit fiel abermals negativ aus.

          Sichere Landung im Wind: Anssi Koivuranta gewinnt in Innsbruck
          Sichere Landung im Wind: Anssi Koivuranta gewinnt in Innsbruck : Bild: AFP

          „Es waren turbulente Bedingungen. Das war heute nicht fair. Dennoch überrascht mich der Abbruch, denn man hätte noch darum kämpfen können, es zu Ende zu bringen“, sagte er und stellte nach dem wiederum unbefriedigenden Auftreten seines Teams fest: „Es ist weiter Sand im Getriebe. Wir haben versucht, uns heraus zu kämpfen, aber für die Spitze hat es nicht gereicht.“ Gelegenheit dazu besteht bei dieser Tournee nur noch einmal: Das Finale findet an diesem Montag in Bischofshofen statt.

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