https://www.faz.net/-gtl-6qu57

Vertrag mit Becker bis 2006 : Masters-Turnier am Rothenbaum gerettet

  • Aktualisiert am

Das Tennis-Mastersturnier in Hamburg scheint gerettet, Boris Becker macht als' Chairman' mindestens bis 2006 weiter.

          2 Min.

          Das Tennis-Mastersturnier in Hamburg scheint gerettet, Boris Becker macht als' Chairman' mindestens bis 2006 weiter. Nach einem wochenlangen Poker unterschrieben am Dienstag in London am Rande der 117. All England Championships der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), Georg von Waldenfels, sowie Becker und seine Partner einen neuen Kooperationsvertrag über drei Jahre.

          „Wir haben in diesem Jahr am Rothenbaum ein tolles Tennis-Produkt abgeliefert“, teilte von Waldenfels mit: „Wir sind froh, dass diese Partnerschaft nun für Kontinuität am Rothenbaum steht.“ Waldenfels will nun noch die Hansestadt und die Hamburger Wirtschaft verstärkt für das Turnier gewinnen.

          Becker und seine Partner Hans-Dieter Cleven und Heiner Kamps zahlen in Zukunft allerdings eine geringere Garantiesumme als die 1, 4 Millionen Euro für die Exklusivrechte in diesem Jahr. Nur durch diesen Zuschuss konnte das wichtigste deutsche Turnier überhaupt ausgetragen werden. Dafür ist der DTB in Zukunft wieder an der Vermarktung und Eventgestaltung beteiligt.

          „Wir haben einen Start hingelegt, der Mut macht“, erklärte Becker: „Wir wollen nun in den nächsten drei Jahren versuchen, dieses Turnier für alle Beteiligten wirtschaftlich zu machen.“

          Dafür müssen Becker und der DTB noch einen Hauptsponsor finden, den es in diesem Jahr nicht gab. Becker und Co. sind allerdings optimistisch, dass sie entsprechende Partner aus der Wirtschaft auftreiben können: „Die Art und Weise, wie wir von den Zuschauern, Medien und wichtigen Partnern unterstützt wurden, hat uns in der Annahme bestätigt, daß sich der Einsatz für Hamburg als Standort für ein Spitzen-Turnier lohnt“, teilte Becker mit.

          Mit viel Show auf und neben dem Court sowie einer andauernden Medienpräsenz des dreimaligen Wimbledon-Siegers wurde das Turnier in diesem Jahr entstaubt. Einschließlich des vorgeschalteten „Daviscup-Revivals“ mit Becker, Michael Stich und den Brüdern John und Patrick McEnroe strömten mehr als 120.000 Zuschauer auf die Anlage.

          Nach der Einigung vom Dienstag kann man davon ausgehen, dass es auch in den kommenden Jahren wieder Veteranen-Spiele um den „Baron von Cramm-Pokal“ geben wird. Becker und Stich haben als mögliche Gegner unter anderen Schweden mit Stefan Edberg oder Australien mit Pat Cash im Auge. Die Einschaltquoten im Fernsehen blieben trotz Beckers allabendlichem Studioauftritt mit Moderator Gerhard Delling allerdings hinter den Erwartungen zurück.

          Ob der NDR wie in diesem Jahr erneut Bilder vom Rothenbaum zeigt, ist deshalb noch unsicher, möglicherweise steigt auch das DSF in die neuen Verhandlungen über die Fernsehrechte ein. Der Münchner Spartensender konnte am Montag bei seiner Live-Übertragung aus Wimbledon erstmals die Schallmauer von einer Million Zuschauern knacken.

          Weitere Themen

          „Alle sind etwas wert“

          Werte-Stiftung ehrt Sportler : „Alle sind etwas wert“

          Wofür setzen sie sich ein, was treibt sie an? Denise Schindler, Timo Boll und Erik Pfannmöller erhalten für ihr Engagement die Werte-Preise der Werte-Stiftung – und bescheren dem Abend eindrucksvolle Momente.

          Topmeldungen

          Laschet und Merkel in Stralsund am Dienstagabend

          Merkel und Laschet : Kann er Ostsee?

          In Stralsund macht Angela Merkel Wahlkampf mit Parteifreunden. Der eine will ihren Platz im Wahlkreis einnehmen – der andere jenen im Kanzleramt.
          Der französische Präsident Emmanuel Macron am 7. September in Paris

          U-Boot-Streit mit Amerika : Warum Frankreich den Eklat herbeiführte

          Im U-Boot-Streit mit Amerika, Großbritannien und Australien hat Paris seine Botschafter aus Washington und Canberra zurückberufen. Im Gespräch mit der F.A.Z. erklären beide die Hintergründe und, wie sich die NATO aus ihrer Sicht ändern muss.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.