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Fußball-Übertragungsrechte : Verfahren gegen Sky und Dazn eingestellt

  • -Aktualisiert am

Verhalten nicht unproblematisch, Verfahren dennoch eingestellt. Bild: dpa

Zwar wird beiden Sendern kartellrechtlich „nicht unproblematischen Verhalten“ bei der Vergabe der Übertragungsrechte zur Champions-League attestiert. Dennoch wird es nicht weiter verfolgt.

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          Das Verfahren gegen die Medienunternehmen Sky und Dazn wegen des Verdachts von Absprachen während der Vergabe der Fußball-Übertragungsrechte an der Champions League ist am Mittwoch vom Bundeskartellamt aus „Ermessensgründen“ eingestellt worden. Es ging um die Verträge für die drei Spielzeiten von 2018/19 bis 2020/21.

          Der Präsident der Wettbewerbsbehörde in Bonn, Andreas Mundt, sprach von einem kartellrechtlich „nicht unproblematischen Verhalten“ der beiden Sender, nannte dann aber die Bewegung im Markt mit neuen Anbietern und die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Fußball als Gründe, weshalb ein Eingriff derzeit mit besonderen Unsicherheiten verbunden gewesen wäre. Konkretere wettbewerbsrechtliche Erklärungen für die Entscheidung wurden nicht aufgeführt.

          Sky hatte damals das Bieterverfahren des europäischen Fußballverbandes (Uefa) gewonnen und sich die Rechte an den Live-Übertragungen für den deutschen Markt mit Dazn aufgeteilt. Kartellrechtlich stellte sich die Frage, ob durch heimliche Absprachen ein anderer Interessent benachteiligt worden sein oder die Uefa weniger eingenommen haben könnte. Nun schreibt das Kartellamt, dass im Gegensatz zu Vereinbarungen im Vorfeld von Rechtevergaben Kooperationen im Nachgang kartellrechtlich unter bestimmten Umständen erlaubt seien.

          Zu welchem Zeitpunkt Sky und Dazn eine Abmachung zur Sublizenzierung trafen, wird nicht aufgeführt. Es hieß damals aus Uefa-Kreisen, dass beide Unternehmen während der Ausschreibung schon als Bietergemeinschaft aufgetreten sein sollen. Die italienische Kartellbehörde hat zuletzt in einer ähnlichen Problematik Unternehmen bestraft, die vor Ende der Ausschreibung Abmachungen zur Sublizenzierung getroffen hatten. Im Juli 2018 bemängelte die Monopolkommission in Deutschland in ihrem Hauptgutachten, dass die Rechtevergabe für die Champions League aus wettbewerblicher Sicht kritisch abgelaufen sei – und nahm das Bundeskartellamt in die Pflicht.

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