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Corona-Fälle bei US Open : Dicke Luft in der Blase

Prominentes Opfer: Ein Kartenspiel mit dem Infizierten wird Mladenovic zum Verhängnis. Im Doppel wird sie aus dem Turnier genommen, im Einzel verliert sie. Bild: AP

Bei den US Open gibt es Ärger wegen eines positiven Corona-Tests. Plötzlich schaltet sich die Politik ein – und löst endgültig Chaos aus. Eine Akteurin bekommt besonders viel ab.

          3 Min.

          Als die Blasen-Krise der US Open endgültig zu eskalieren drohte, griff Novak Djokovic zum Hörer. Der Serbe, globaler Superstar des Tennissports und dadurch in der Welt bestens vernetzt, versuchte über seine exklusiven Kontakte bis zum Gouverneur des Bundesstaates New York durchzudringen, um auf diesen einzuwirken. So berichtete er es zumindest hinterher. Ganz bis zu Andrew Cuomo schaffte es Djokovic letztlich zwar nicht, doch womöglich hatte die politische Initiative des Weltranglistenersten dennoch etwas bewegt. Am Freitagabend jedenfalls schien es noch so, als sei ein Fiasko für den Turnierveranstalter des Tennis-Grand-Slams gerade noch einmal abgewendet worden.

          Pirmin Clossé
          Sportredakteur.

          Der Franzose Adrian Mannarino durfte zu seiner Drittrundenpartie gegen Alexander Zverev nach mehrstündiger Wartezeit nämlich doch noch antreten. Er verlor zwar, hatte jedoch immerhin noch ein letztes Mal rausgedurft auf den Court. Mannarino gehörte schließlich zu den insgesamt sieben identifizierten engen Kontaktpersonen von Benoît Paire, seinem Landsmann, der in der New Yorker Turnier-„Bubble“ positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Erst wenige Stunden zuvor hatte Mannarino erfahren, dass er nach Intervention der Gesundheitsbehörden des Nassau County, in dem das offizielle Turnier-Hotel liegt, nun für den Rest der vorgeschriebenen Quarantänezeit nur noch in seinem Hotelzimmer sein dürfe. Sie endet am 11. September.

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