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US Open : Zverev nimmt schwere Auftakthürde

Alexander Zverev steht in Runde zwei der US Open Bild: USA TODAY Sports

Die Auslosung hatte Alexander Zverev bei den US Open eine knifflige Aufgabe für die erste Runde beschert. Und tatsächlich muss der Deutsche mehr als drei Stunden kämpfen. Am Ende siegt er aber verdient – weil er sich rechtzeitig zusammenreißt.

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          Nach 3:07 Stunden Schwerstarbeit huschte ein Lächeln über das Gesicht von Alexander Zverev. Mit reichlich Mühe, aber am Ende doch überzeugend hat der deutsche Spitzenspieler seine schwierige Erstrundenaufgabe bei den US Open gelöst. Gegen den Südafrikaner Kevin Anderson setzte sich Zverev mit 7:6 (7:2), 5:7, 6:3, 7:5 durch. In Runde zwei trifft er nun auf den Amerikaner Brandon Nakashima, der dank einer Wildcard am Start ist. 

          Pirmin Clossé
          Sportredakteur.

          „Es war ein Match von hoher Qualität“, sagte Zverev anschließend bei Eurosport. „Ich freue mich, dass ich hier bin, ich freue mich, dass ich jetzt weiter bin“. Das Losglück war ihm zuletzt nicht wirklich hold gewesen. Beim Cincinnati-Masters, seinem ersten Turnier nach sechs Monaten Corona-Pause, traf er direkt zum Auftakt auf den Schotten Andy Murray. Er verlor, weitere Matchpraxis gab es dadurch nicht. Dabei hätte er genau diese unmittelbar vor dem Start der US Open gut gebrauchen können.

          Dort bekam er dann in Runde eins Anderson zugelost. Dieser steht zwar nach anhaltenden Verletzungsproblemen derzeit nur auf Position 117 der Weltrangliste. Doch stand er in New York vor drei Jahren noch im Finale gegen Rafael Nadal. „Es ist wahrscheinlich die schwerste erste Runde, die man als gesetzter Spieler kriegen kann“, hatte Zverev selbst gesagt.

          Allerdings ging der Deutsche trotz allem als klarer Favorit in die Partie. Nicht zuletzt, weil er alle fünf bisherigen Duelle mit Anderson gewonnen hatte. Der Südafrikaner verfügt wie Zverev über einen starken ersten Aufschlag. Anders als dieser marschiert er jedoch danach häufig ans Netz, versucht die Ballwechsel kurz zu halten. In dieser Partie verzichtete auf dieses Stilmittel jedoch weitgehend. Wohl auch aus Respekt vor Zverevs Spiel von der Grundlinie.  

          Das Duell war von Beginn an absolut ausgeglichen. Beide Spieler ließen dem Gegner nur wenige Chancen, den eigenen Aufschlag zu attackieren. Im ersten Durchgang führte Zverev trotzdem mit einem Break und servierte beim Stand von 5:4 zum Satzgewinn. Dann wackelte er plötzlich – und musste die Extra-Runde über den Tiebreak drehen.  

          Noch gravierender fiel Zverevs einziger Wackler im zweiten Durchgang aus. Dort schenkte er Anderson mit einem verschlagenen Schmetterball das einzige Break zum 5:6 und damit wenig später den Ausgleich. Im Nachhinein jedoch nutzte er diesen Aussetzer zumindest, um sich wieder zusammenzureißen. Im dritten und vierten Satz wirkte der 23-Jährige deutlich konzentrierter, nutzte seine Möglichkeiten konsequent und setzte sich dadurch am Ende verdient durch.

          Für Peter Gojowczyk ist das Turnier dagegen bereits wieder beendet. Der 31 Jahre alte Münchner musste sich am Montag dem an Nummer 24 gesetzten Polen Hubert Hurkacz klar mit 3:6, 4:6, 4:6 geschlagen geben. Bei den Frauen hatte Angelique Kerber mit einem 6:4, 6:4 gegen die Australierin Ajla Tomljanovic die zweite Runde erreicht. Sie trifft dort auf ihre Landsfrau Anna-Lena Friedsam, die die Amerikanerin Caroline Dolehide 6:2, 6:2 schlug.

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