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US Open : Zverev mit Achterbahnfahrt in dritter Runde

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Die Backen aufgeblasen, die nächste Hürde genommen: Alexander Zverev im Sprint – und in der dritten Runde Bild: AFP

Es war einmal mehr ein Zittersieg, doch Alexander Zverev hat es in die dritte Runde des Tennisturniers in New York geschafft. Nach einem Traumstart machte die Nummer sechs der Welt es ungewollt spannend.

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          Alexander Zverev steht bei den US Open wie im Vorjahr in der dritten Runde. Deutschlands derzeit bester Tennisprofi bestand am Donnerstag in New York auch den zweiten Fünf-Satz-Krimi und setzte sich gegen Frances Tiafoe aus Amerika 6:3, 3:6, 6:2, 2:6, 6:3 durch. Der 22 Jahre alte Tennisprofi verwandelte nach 3:09 Stunden seinen ersten Matchball. Auch in der ersten Runde hatte Zverev gegen Radu Albot aus der Republik Moldau über die volle Distanz gehen müssen.

          „Ich kenne das ja schon. Das mache ich jedes Mal in den ersten Runden bei Grand Slams – vielleicht, um die Zuschauer zu unterhalten“, scherzte Zverev anschließend, um dann doch wieder einen nüchternen Blick auf seine Leistung zu werfen. „Ich bin einfach nur froh, dass ich irgendwie gewonnen habe. Manchmal würde ich aber gerne einfacher gewinnen als in fünf Sätzen“, sagte er nach seinem elften Match über die volle Distanz bei einem Major.

          Zunächst konnte er noch an „sein bestes Spiel des ganzen Jahres“, anknüpfen, wie Tennis-Idol Boris Becker Zverevs Startsieg bezeichnet hatte. Gegen Tiafoe gewann der ATP-Champion die ersten zehn Punkte des Spiels allesamt und ging 3:0 in Führung, den ersten Satz brachte er ungefährdet nach Hause.

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          Konstanz ist aber derzeit nicht die Sache von Zverev. Und auch gegen Tiafoe ließ er nach dem dominanten ersten Satz stark nach, streute mehr Fehler ein und auch der Aufschlag wackelte. Der Amerikaner bedankte sich, angestachelt vom Heim-Publikum auf dem Center Court holte er sich Satz zwei. Anders als noch bei vielen enttäuschenden Spielen in den vergangenen Wochen blieb Zverev nach dem Rückschlag ruhig. Während Tiafoe völlig den Faden verlor, spielte Zverev fokussierter und druckvoller, gewann wieder Sicherheit im Service, zuletzt noch seine Problemdisziplin.

          Nach dem verlorenen dritten Satz verschwand Tiafoe rund zehn Minuten in der Kabine – und das Spiel nahm seine nächste Wendung. Nach einem Doppelfehler und dem Break zum 2:5 konnte Zverev den vierten Satz abhaken, im entscheidenden Durchgang schlug er aber direkt zurück und nahm Tiafoe den Aufschlag zum vorentscheidenden 2:0 ab.

          Am Samstag geht es für Zverev nun gegen Benoit Paire aus Frankreich (Nummer 29 der Welt) oder Aljaz Bedene aus Slowenien um den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale des Tennisturniers in New York. Gegen beide Spieler hat Zverev bislang noch kein Match verloren. Im Vorjahr war er in der dritten Runde an Philipp Kohlschreiber (Augsburg) gescheitert.

          Ausgeschieden ist dagegen Jan-Lennard Struff. Der 29 Jahre alte Tennisprofi aus Warstein musste sich dem an Nummer 14 gesetzten Amerikaner John Isner 3:6, 6:7 (4:7), 6:7 (5:7) geschlagen geben. Nach schwachem Start begegnete Struff dem Aufschlagriesen aus Amerika auf Augenhöhe. In den entscheidenden Phasen konnte der aktuell in der Rangliste zweitbeste Deutsche seine Chancen aber nicht nutzen. Isner nutzte nach 2:15 Stunden seinen ersten Matchball.

          Ein anderer Deutscher war dafür bereits in der Nacht zuvor in die dritte Runde eingezogen – und könnte bald sogar Nationalspieler werden. Tennis-Idol Boris Becker räumte dem 25 Jahre alten Dominik Köpfer am Rande des Grand Slams in New York Chancen ein, beim erstmals ausgetragenen Finalturnier in Madrid (18. bis 24. November) für die deutsche Mannschaft an den Start zu gehen. "Ich würde das nicht ausschließen", sagte Becker, Männer-Chef im Deutschen Tennis Bund (DTB).

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