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Siege bei US Open : Kerber und Zverev geraten mächtig ins Schwitzen

Fokus auf den Ball: Zverev erreicht die dritte Runde von New York Bild: AP

Angelique Kerber und Alexander Zverev stehen bei den US Open in Runde drei. Gegen eine deutsche Kollegin und einen amerikanischen Youngster werden beide ihrer Favoritenrolle gerecht – und kämpfen dabei mit den Bedingungen.

          2 Min.

          Es war schweißtreibende Arbeit, die Angelique Kerber und Alexander Zverev am Mittwoch bei den US Open zu verrichten hatten. Was aber nur zum Teil daran lag, dass sie ihre jeweiligen Gegner in der zweiten Runde bis zur Erschöpfung gefordert hätten. Dass die beiden größten deutschen Hoffnungsträger für das Grand-Slam-Turnier mächtig ins Schwitzen kamen, war vor allem den schwül-warmen Bedingungen im Louis Armstrong Tennis-Stadion von New York geschuldet.

          Pirmin Clossé
          Sportredakteur.

          Im Endeffekt zogen dennoch beide relativ ungefährdet in Runde drei ein. Erst bezwang Kerber in einem deutschen Duell Anna-Lena Friedsam 6:3, 7:6 (8:6), dann siegte Zverev nach anfänglicher Mühe über den amerikanischen Wilcard-Starter Brandon Nakashima mit 7:5, 6:7 (8:10), 6:3, 6:1. „Ich wurde nicht gebreakt. Das ist positiv“, sagte er anschließend. „Insgesamt war es nicht so gut wie die erste Runde, aber bei einem Grand-Slam-Turnier ist selten alles im Fluss.“

          Als nächstes trifft Zverev nun auf den an Nummer 32 gesetzten Franzosen Adrian Mannarino. Kerber bekommt es mit Ann Li aus den Vereinigten Staaten zu tun. Ein Highlight erwartet außerdem Jan-Lennard Struff, der am Mittwoch den Amerikaner Michael Mmoh 6:2, 6:2, 7:5 bezwang und damit das deutsche Trio in Runde drei komplettierte. Er spielt nun gegen den Weltranglistenersten und Turnierfavoriten Novak Djokovic.

          „Ich habe einfach versucht, bis zum Ende durchzuziehen“

          Der erst 19-jährige Nakashima, als Nummer 223 der Weltrangliste bislang nur Insidern bekannt, hatte zwei Sätze lang überraschend vehemente Gegenwehr geleistet. Nachdem Zverev im ersten Durchgang noch das erste Break des Tages zum Satzgewinn genutzt hatte, musste er im zweiten Durchgang in den Tiebreak. Nakashima nutzte seine Chance und plötzlich stand das Match auf Messers Schneide. Auch weil Zverevs zweiter Aufschlag, seit geraumer Zeit das Sorgenkind im Repertoire des 23-Jährigen, ein ums andere Mal wackelte.

          Siegerin im deutschen Duell: Angelique Kerber steht in New York in Runde drei
          Siegerin im deutschen Duell: Angelique Kerber steht in New York in Runde drei : Bild: AP

          Im dritten und vierten Durchgang schwanden dann jedoch bei Nakashima die Kräfte. Zverev, der seine vom Schweiß durchnässten und dadurch rutschig gewordenen Schuhe zwischenzeitlich hatte wechseln müssen, ging die Aufgabe jetzt außerdem konzentrierter an. Schließlich verbuchte er den Einzug in die nächste Runde.

          Etwas leichter war es zuvor Kerber gegen Friedsam gefallen. „Gegen eine andere Deutsche zu spielen, ist mental nie so ganz einfach“, sagte sie zwar hinterher. „Ich denke aber, es war ein gutes Spiel. Ich habe einfach versucht, bis zum Ende durchzuziehen.“ Kerber erwischte den besseren Start. Ehe Friedsam überhaupt in der Partie angekommen war, lag sie bereits mit 0:3 zurück. Dann schien das Momentum zu wechseln. Nach zwei Spielgewinnen und einer 40:0-Führung bei eigenem Service war Friedsam auf dem Weg zum Ausgleich. Doch wie später noch häufiger in der Partie, legte Kerber exakt dann zu, als die Außenseiterin ihre Chance zu wittern begann.

          Im zweiten Satz bewegte sich die Partie dann phasenweise auf hohem Niveau. Um ein Haar hätte Friedsam Kerber sogar noch einen dritten Satz aufgezwungen. Doch diese behielt die Ruhe und wartete geduldig, bis ihre Gegnerin die entscheidenden Fehler machte. Letztlich setzte sich Kerber nervenstark durch und steht in Runde drei.

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