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Viertelfinale der US Open : Überraschendes Aus für Federer – Williams souverän

  • Aktualisiert am

Niederlage für den Schweizer Roger Federer Bild: AP

Serena Williams benötigte gerade einmal 44 Minuten für ihren Sieg gegen die Chinesin Wang Qiang. Roger Federer ist überraschend aus dem Turnier geflogen.

          2 Min.

          Tennis-Superstar Serena Williams hat bei den US Open ohne Mühe das Halbfinale erreicht. Die 37 Jahre alte Amerikanerin gewann am Dienstag in New York leicht und locker gegen Wang Qiang aus China mit 6:1, 6:0. Für Williams war es der 100. Sieg beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison. Nur ihre Landsfrau Chris Evert hat in Flushing Meadows mehr Partien gewonnen (101). Williams, die in New York ihren 24. Grand-Slam-Titel anstrebt, benötigte gerade einmal 44 Minuten für ihren Erfolg. Im Kampf um den Finaleinzug trifft sie nun am Donnerstag auf die Ukrainerin Jelina Switolina.

          Williams hatte im Arthur Ashe Stadium von Beginn an keine Mühe. Wang Qiang, die in der Runde zuvor noch die Weltranglisten-Zweite Ashleigh Barty ausgeschaltet hatte, war mit der Aufgabe gegen die Amerikanerin völlig überfordert. Nach 23 Minuten ging der erste Satz an Williams, die auch danach unerbittlich blieb und ihrer bemitleidenswerten Gegnerin nicht den Hauch einer Chance ließ. Williams schlug 25 Winner, die Chinesin keinen einzigen. Mit dem ersten Matchball setzte Williams der einseitigen Partie ein Ende.

          Federer klagt über Nackenprobleme

          Roger Federer ist bei den US Open hingegen völlig unerwartet im Viertelfinale ausgeschieden. Der 38 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz verlor am Dienstag (Ortszeit) in New York gegen den Bulgaren Grigor Dimitrow mit 6:3, 4:6, 6:3, 4:6, 2:6. Federer musste sich beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison nach 3:12 Stunden geschlagen geben. Dimitrow, für den es im achten Duell mit Federer der erste Sieg war, trifft im Halbfinale am Freitag auf den Russen Daniil Medwedew, der Federers Landsmann Stan Wawrinka mit 7:6 (8:6), 6:3, 3:6, 6:1 besiegte.

          Federer klagte im Verlauf des Spiels über Nackenprobleme und musste vor dem entscheidenden Satz behandelt werden. „Ich hatte gehofft, dass es dadurch etwas lockerer wird. Das war leider nicht der Fall“, sagte Federer, der als zweiter großer Favorit in New York scheiterte. Zuvor war bereits Novak Djokovic im Achtelfinale gegen Wawrinka von einer Verletzung gestoppt worden.

          Serena Williams ist ohne Mühe ins Halbfinale der US Open eingezogen.
          Serena Williams ist ohne Mühe ins Halbfinale der US Open eingezogen. : Bild: EPA

          Federer hatte im Arthur Ashe Stadium zunächst alles im Griff. Dem Rekord-Grand-Slam-Turniersieger gelang ein schnelles Break, nach nur 29 Minuten holte er sich den ersten Satz mit 6:3. Alles schien so zu laufen, wie in den bisherigen Vergleichen zwischen Federer und Dimitrow, die der Schweizer allesamt gewonnen hatte.

          Aber dieses Mal ließ sich der Bulgare nicht so einfach abschütteln. Mit mutiger Spielweise brachte er den großen Favoriten, der in New York von 2004 bis 2008 triumphiert hatte, in Bedrängnis und schaffte nach insgesamt 1:07 Stunden den Satzausgleich. Doch Federer schüttelte sich nur kurz und übernahm dann wieder die Kontrolle über das Spiel. Der 20-malige Grand-Slam-Turnier-Sieger nahm seinem Gegner zwei Mal das Service ab und ging wieder mit 2:1-Sätzen in Führung.

          Allerdings wirkte Federer insgesamt nicht so frisch wie in der Runde zuvor, als er den Belgier David Goffin im Schnelldurchgang besiegt hatte. Gleich zu Beginn des vierten Satzes gab er seinen Aufschlag ab und lief diesem Rückstand fortan vergeblich hinterher. Beim stand von 4:5 konnte er vier Breakbälle nicht nutzen, wenig später verwandelte Dimitrow seinen ersten Satzball.

          Die Entscheidung musste so im fünften Durchgang fallen. Doch zuvor verschwand Federer für einige Minuten vom Centre Court und ließ sich behandeln. Doch die Verletzung behinderte ihn auch danach deutlich, denn im fünften Satz war Federer völlig chancenlos. Dimitrow gelangen zwei schnelle Breaks, Federers Gesichtsausdruck verhieß nichts Gutes. Mit dem ersten Matchball machte Dimitrow die große Überraschung perfekt.

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