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Naomi Osaka bei den US Open : Zeichen setzen!

Wunschlos glücklich: Naomi Osaka überwindet eine hochgradig nervöse Phase und befreit sich auf unwiderstehliche Art und Weise. Bild: EPA

Sieben Spiele, sieben Masken, sieben Namen: „Es genügt nicht, kein Rassist zu sein.“ Naomi Osaka gewinnt nach einem furiosen Endspiel die US Open – doch ihr geht es noch um etwas ganz anderes.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Manchmal sitzen 20.000 Menschen in einem Stadion, aber die Töne und Ereignisse des Spiels sind nicht groß genug, um wirklich wahrgenommen zu werden. Man sieht zu und denkt: Ja. Und? Diesmal blieben, wie während des gesamtem Turniers unter besonderen Bedingungen, fast alle Sitze des riesigen Arthur Ashe Stadiums in Flushing Meadows leer, doch am Ende passte alles so bedeutungsvoll, mächtig und bewegend zusammen wie im letzten Satz von Beethovens neunter Symphonie. Man sah hin und dachte: Ja. Genau so!

          Naomi Osaka, die Siegerin, überwand eine hochgradig nervöse Phase zu Beginn, befreite sich auf unwiderstehliche Art, und diktierte der Welt mit dem Pokal im Arm einen wunderbaren Satz. Wiktoria Asarenka, die Besiegte, war am Anfang nicht zu bremsen und wehrte sich, als die andere immer stärker wurde, ohne zu verzagen. Ein würdiges letztes Spiel, mit allen Haupt- und Nebengeräuschen.

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